Hallenbad

Sachsenbad Dresden

Wurzener Str. 18, 01127 Dresden

Highlights

  • Das Sachsenbad Dresden (1928/29) ist ein prägendes Beispiel des Neuen Bauens mit fußbodenbeheizten Sälen und einem 25 m langen Schwimmbecken.
  • Ursprünglich Teil eines geplanten Sportforums mit Freibad-Anschluss, beherbergte es Römische Bäder, Dampfsauna und ein Restaurant – bis zur Schließung 1994.

Tipps

  • Das Sachsenbad zeigt architektonische Merkmale des Neuen Bauens aus den 1920er-Jahren und bietet Einblicke in die historische Badkultur Dresdens.
  • Die Terrasse an der Rückseite des Gebäudes erinnert an den geplanten, aber nie realisierten Anschluss an ein Freibad und unterstreicht den ursprünglichen Komplexcharakter.
  • Der ehemalige Sportpark umfasste neben dem Hallenbad weitere geplante Nutzungen wie Wohn- und Bibliotheksgebäude, was die historische Bedeutung des Standortes verdeutlicht.

Eigenschaften

Aktiv Ganzjährig

Schwimmbad Sachsenbad Dresden – Hallenbad & Sportfreizeit

Das Sachsenbad Dresden ist ein historisches Bauwerk des Neuen Bauens und zählt zu den bemerkenswertesten Beispielen dieser Architekturrichtung in der sächsischen Landeshauptstadt. Erbaut in den 1920er-Jahren nach Plänen des Architekten Paul Wolf, verkörpert es mit seiner klaren Formensprache und funktionalen Gestaltung die Ideale der modernen Badarchitektur seiner Zeit.

Das Gebäude entstand als Teil eines größeren, aber nie vollendeten Sportforums, das neben dem Hallenbad auch ein Freibad, Wohn- und Bibliotheksgebäude umfassen sollte. Im Kern des Sachsenbads befand sich eine zweigeschossige Schwimmhalle mit einem 25 Meter langen und 11 Meter breiten Becken. Ergänzt wurde das Angebot durch ein Römisches Bad, ein Dampfbad sowie Massage- und Ruheräume – allesamt mit fußbodenbeheizten Sälen ausgestattet. Zur Rückseite hin schloss sich ein auf Säulen gestützter Querriegel mit einer Terrasse an, die als Übergang zu dem geplanten, aber nie realisierten Freibad diente.

Das Sachsenbad war nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein sozialer Treffpunkt: Im Erdgeschoss befand sich ein Restaurant, das die Besucher mit kulinarischen Angeboten versorgte. Die Architektur des Baus zeichnet sich durch eine harmonische Verbindung von Funktionalität und ästhetischer Eleganz aus – ein Charakteristikum, das es bis heute zu einem besonderen Zeugnis der Dresdner Baugeschichte macht.

Nach seiner Schließung in den 1990er-Jahren diente das Gebäude zunächst als Leerstand, bevor es in den letzten Jahren für neue Nutzungen adaptiert wurde. Heute beherbergt es unter anderem gastronomische Einrichtungen wie ein Restaurant, einen Café-Bereich und einen Club, ergänzt durch ein SPA mit Panoramasauna sowie ein großes Yoga-Studio. Die Umnutzung bewahrt das historische Gebäude vor dem Verfall und integriert es in moderne Konzepte – etwa als Standort für Co-Working-Spaces oder Life-Science-Unternehmen.

Das Sachsenbad Dresden bleibt damit ein faszinierendes Beispiel für den Wandel von Architektur und Nutzung: Aus einem Bad der Moderne wurde ein lebendiger Ort der Begegnung, der sowohl an seine baukünstlerische Vergangenheit als auch an aktuelle Anforderungen anknüpft. Sein Standort in der Nähe anderer historischer Bäder wie dem Türkischen Bad oder dem Nordbad unterstreicht zudem seine Bedeutung im Dresdner Freizeit- und Kulturraum.

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