Kochkunstmuseum | Deutsches Museum für Kochkunst und Tafelkultur
Highlights
- 1909 als prächtiges Gebäude am Mainufer erbaut, 2015 als Deutsches Museum für Kochkunst und Tafelkultur wiedereröffnet.
- Rollstuhlgerechter Zugang und WC; Sammlung mit Objekten, Literatur und Archivalien zur Ess- und Tafelkultur seit 2015 zugänglich.
- Sonderführungen und Ausstellungen wie ‚Goethe-Girls‘ oder ‚Tribute to 100 Years of Bauhaus‘ zeigen historische und moderne Esskultur.
Eigenschaften
Kochkunstmuseum Frankfurt: Kultur & Tafelkultur entdecken
Das Deutsche Museum für Kochkunst und Tafelkultur in Frankfurt am Main am historischen Standort Zeil 83 ist ein einzigartiges kulturelles Juwel, das sich der Erforschung und Vermittlung von Ess- und Trinkkultur in all ihren Facetten widmet. Gehoused in einem prächtigen, 1909 errichteten Bauwerk – ursprünglich als Reminiszenz an die Kaiserkrönungsmale Frankfurts konzipiert – vereint das Museum historische und zeitgenössische Aspekte der kulinarischen Geschichte. Der Prachtbau am Mainufer, direkt am Brückenkopf des Holbeinstegs gelegen, war einst Schauplatz bedeutender Ereignisse und wurde nach einer langen Pause 2015 als modernes Museum wiedereröffnet.
Das Museum besticht durch seine vielfältigen Sammlungen, die von historischen Küchengeräten über Menükarten bis hin zu archivalischen Quellen reichen. Besonders hervorzuheben ist die Sammlung des Hamburger Menükartensammlers Wolfgang Gross, die einen tiefen Einblick in die Entwicklung der Tafelkultur bietet. Durch ehrenamtliches Engagement und bürgerlichen Stiftungsgeist werden diese Schätze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – sei es durch ständige Ausstellungen wie die Serie „Tribute to 100 Years of Bauhaus“ oder temporäre Schauen wie „Goethe-Girls“ oder „Die Serviette: Dekoration – Funktion – Kommunikation“. Auch digitale Formate, etwa die Online-Ausstellung zu Ostern mit dem Thema „EIER“, zeigen das innovative Vermittlungskonzept des Hauses.
Als lebendiger Lernort verbindet das Museum Wissenschaft, Praxis und Kultur: Neben Ausstellungen bietet es Seminare, Vorträge und Führungen an, die sich an ein breites Publikum richten – von Gastronomen über Hobbyköche bis hin zu Geschichtsinteressierten. Besonders beliebt sind Sonderführungen, die das Museum regelmäßig anbietet, um die Faszination für historische und aktuelle Esskultur zu wecken. Mit rollstuhlgerechtem Zugang und barrierefreien Sanitäranlagen ist das Haus zudem inklusiv gestaltet und zugänglich für alle Besucher.
Der Standort selbst ist nicht nur ein Ort der kulinarischen Zeitreise, sondern auch ein architektonisches Denkmal mit Bezug zur Frankfurter Geschichte. Der historische Bau, der einst als Symbol für Frankfurts Bedeutung in der Goldenen Bulle diente, wurde durch die Initiative von Walter Schwarz wiederentdeckt und neu belebt. Heute ist das Museum ein Ort der Begegnung, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen – ob durch die Präsentation von Bauhaus-Design in der Teekultur oder durch zeitgenössische Projekte wie die Ausstellung „MahlZEIT“, die die Vielfalt der Esskultur reflektiert.
Ob als Inspiration für Kochbegeisterte, als Fundgrube für Geschichtsinteressierte oder als Ort der Weiterbildung für die Gastronomie: Das Deutsche Museum für Kochkunst und Tafelkultur bietet ein einzigartiges Erlebnis, das über das reine Museum hinausgeht. Mit seinem Fokus auf Tafelkultur, kulinarischer Geschichte und interaktiven Formaten ist es ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle, die sich für die Kultur des Essens und Trinkens begeistern.