Kirche/Kloster

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R.

Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R.

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R. ist ein Ort des Glaubens, der Begegnung und des kulturellen Austauschs in der nordrhein-westfälischen Stadt Gelsenkirchen. Im Februar 2007 wurde die neue Synagoge in der Georgstraße eingeweiht, die als geistiges und religiöses Zentrum der Gemeinde dient. Das Gebäude steht offen für Gemeindemitglieder, Interessierte sowie Besuchergruppen, die an Führungen oder Veranstaltungen teilnehmen möchten. Die Gemeinde versteht sich als traditionell-orthodox und wird von einem Rabbi geleitet. Heute zählt sie rund 400 Mitglieder, wobei ein Großteil aus der ehemaligen Sowjetunion und der Russischen Föderation stammt.

Die neue Synagoge wurde an der Stelle errichtet, an der 1938 von nationalsozialistischen Kräften eine frühere Synagoge niedergebrannt worden war. Damit knüpft das moderne Gebäude an eine jahrzehntelange Geschichte jüdischen Lebens in Gelsenkirchen an, das bereits 1874 mit der Gründung der eigenständigen Gemeinde beginnt. Neben dem Gottesdienst werden in der Synagoge regelmäßig kulturelle und bildungspolitische Veranstaltungen durchgeführt. Daneben dient der Innenhof mit seiner Gedenkwand als ruhiger Ort der Erinnerung.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Alte Synagoge, die heute als Seminarraum genutzt wird. Dieser Raum dient als Begegnungsstätte für Workshops, Schulungen und Seminare sich mit dem jüdischen Glauben und Leben auseinanderzusetzen. Die Räumlichkeiten können von Vereinen, Schulen oder Unternehmen für verschiedene Formate genutzt werden. Die Gemeinde bietet zudem öffentliche Führungen durch die Synagoge, den Friedhof und andere historische Stätten an, die auf Anfrage gebucht werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des interreligiösen Dialogs. Die Christlich-Jüdische Gesellschaft in Gelsenkirchen lädt zu respektvollen Begegnungen zwischen Judentum und Christentum ein und setzt sich aktiv gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus ein. Veranstaltungen und Ausstellungen, darunter die Wanderausstellung „Gelsenkirchen, jüdisch! 1870 bis heute“, dokumentieren die Entwicklung des jüdischen Lebens vor Ort und erinnern an persönliche Schicksale.

Die Gemeinde wird auf der Website als offener und einladender Ort beschrieben, der sowohl für Gläubige als auch für Interessierte ein wichtiges kulturelles Zentrum darstellt. Neben Gottesdiensten und Feiertagsveranstaltungen finden hier regelmäßig Deutsch- und Religionsunterricht statt. Gäste berichten von herzlichem Empfang und einer angenehmen Atmosphäre. Einige negative Erfahrungen wurden jedoch auch verzeichnet, darunter ein Vorfall mit dem Hausmeister, der durch rechtswidrige Nutzung von Überwachungskameras auffiel. Insgesamt zeigt sich die Gemeinde engagiert in der Öffentlichkeitsarbeit und im Erhalt der jüdischen Tradition in Gelsenkirchen.

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