Burg/Schloss

Oberer Donauturm (Werk XXVIII) Ulm

Ziegelländeweg 3, 89077 Ulm

Highlights

  • Das Werk XXVIII (Oberer Donauturm) ist Teil der Bundesfestung Ulm (1842–1875) und liegt versteckt im Örlinger Tal nahe der Bahnlinie nach Stuttgart.
  • Seit 1974 wird das Fort durch den Förderkreis Bundesfestung Ulm ehrenamtlich restauriert, inkl. rekonstruierter Geschütze, Mörser und 3D-Modellen historischer Werke wie Werk XXXII.
  • Das Bauwerk vereint originale Festungsarchitektur (1848–1857) mit moderner Sanierung: Sanierte Stützmauern, rekonstruierte Schießscharten und nach Originalplänen restaurierte Innenräume.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Gelände ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der historischen Festungsanlagen.
  • Die Lage des Objekts direkt an der Bahnlinie zwischen Ulm und Stuttgart erleichtert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und reduziert den Parksuchaufwand für Besucher.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Donauturm Ulm: Burgruine Werk XXVIII erkunden

Der Obere Donauturm (Werk XXVIII) in Ulm zählt zu den beeindruckendsten Zeugnissen der Bundesfestung Ulm, die zwischen 1842 und 1875 als Teil der preußischen Festungsbauten errichtet wurde. Das Werk liegt versteckt im Örlinger Tal, direkt an der Bahnlinie zwischen Ulm und Stuttgart, und war Teil eines komplexen Verteidigungssystems, das die Stadt strategisch absichern sollte. Ursprünglich als Teil der modernen Festungsarchitektur des 19. Jahrhunderts konzipiert, diente der Turm der Abwehr feindlicher Angriffe und war mit leistungsfähigen Geschützen und Mörsern ausgestattet.

Besonders bemerkenswert ist die langjährige ehrenamtliche Restaurierungsarbeit des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V., der seit 1974 das Werk und weitere Anlagen wie das benachbarte Fort Oberer Kuhberg (erbaut zwischen 1848 und 1857) pflegt. Durch gezielte Sanierungen – darunter die Rekonstruktion von Schießscharten, die Stabilisierung der Wallanlagen und die Wiederherstellung historischer Innenräume – wurde das Bauwerk vor dem Verfall gerettet. Ein besonderes Projekt war die Herstellung eines 3D-Gussmodells des Werkes XXXII, das heute als Ausstellungselement dient und Einblicke in die ursprüngliche Festungsplanung gewährt.

Die Anlage vereint militärische Geschichte mit lebendigem Denkmalschutz: Regelmäßige Führungen und der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ ermöglichen Besuchern, die Architektur und Technik der preußischen Festungsbauten zu erleben. Die Sanierungsarbeiten umfassen auch die Beseitigung von Schadbewuchs sowie die Sicherung der Verkehrsinfrastruktur, um das Bauwerk langfristig zu erhalten. Als Teil eines größeren Systems aus Werken wie dem Blaubeurer Tor – das unter der Wallstraßenbrücke als Symbol für den Umgang mit Denkmälern steht – zeigt der Obere Donauturm, wie historische Militärarchitektur heute bewahrt und zugänglich gemacht wird.

Für Geschichtsinteressierte und Architekturbegeisterte ist der Turm ein faszinierender Ort, der nicht nur militärische Strategie, sondern auch den Einsatz lokaler Initiativen für den Erhalt kulturellen Erbes veranschaulicht. Die Kombination aus originalgetreuen Rekonstruktionen, historischen Waffen und modernen Ausstellungen macht den Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis – fernab des Trubels, aber mit tiefem Bezug zur regionalen Geschichte.

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