Kirche/Kloster

St. Andreas

Kirchpl. 1, 97753 Karlstadt

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Andreas in Karlstadt wurde ab dem 14. Jahrhundert auf romanischen Grundmauern errichtet.
  • Erhalten geblieben sind Teile des romanischen Vorgängerbauwerks sowie gotische Bauabschnitte wie Querschiff und Chor.
  • Der Westturm wurde 1583 um ein Geschoss erhöht und zeigt eine Kopie der Georgsskulptur aus dem 15. Jahrhundert.

Tipps

  • Besucher finden eine gotische Kirche mit romanischen Resten aus dem 14. Jahrhundert, darunter der Westturm mit barocker Ausstattung und die Rienecker Kapelle aus dem Jahr 1447.
  • Die Sakristei im südlichen Chorwinkel dient heute als Taufkapelle, die prächtige Orgel und die roten Säulen im Inneren sind sehenswert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Andreas

Die Katholische Pfarrkirche St. Andreas in Karlstadt zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten im Landkreis Main-Spessart und ist ein architektonisches Zeugnis der Stadtgeschichte. Ursprünglich auf den Fundamenten einer spätromanischen Basilika errichtet, deren Ursprünge in die Zeit um die Stadtgründung im 13. Jahrhundert zurückreichen, wurde die heutige Kirche ab dem 14. Jahrhundert im gotischen Stil erweitert und umgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie mehrere stilistische Umgestaltungen, darunter renaissancezeitliche Wandmalereien sowie barocke und später neugotische Innenausstattungen. In den Jahren 1999/2000 wurde eine umfassende Renovierung durchgeführt, die mit einer zeitgemäßen neuen Ausstattung einherging.

Der Westturm der Kirche ist ein markantes Bauwerk, das durch Lisenen, Blendarkaden und mehrere Geschosse mit unterschiedlichen Arkadenöffnungen strukturiert ist. An der Westfassade ist eine Kopie der mittelalterlichen Skulptur des heiligen Georg, des Stadtpatrons, angebracht. Das Original wird unter der Orgelempore aufbewahrt. Im Inneren gliedert sich der Kirchenraum in ein dreischiffiges Langhaus mit vier Jocheinteilung. Das Hauptschiff wird von einem Netzrippengewölbe überspannt, während die Seitenschiffe Kreuzrippengewölbe aufweisen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Gewölbeschlusssteine, die unter anderem den heiligen Andreas, den Schutzpatron der Kirche, sowie Wappen verschiedener Adelsgeschlechter und religiöse Symbole darstellen.

Im Chor und an den Wänden sind zudem kunstvolle Spätgotik- und Renaissancemalereien erhalten, darunter eine bemerkenswerte Christusdarstellung mit Maria und Johannes aus dem 14. Jahrhundert. Die Rienecker Kapelle im Osten sowie die ehemalige Sakristei, heute Taufkapelle, runden das architektonische und künstlerische Ensemble ab. Die Kirche verfügt über eine barrierefrechte Zugänglichkeit, wobei der Haupteingang rollstuhlgerecht gestaltet ist. Auch die Türbreiten und die Höhe der Türöffnungen ermöglichen einen weitgehend uneingeschränkten Zugang. Hinzu kommt eine induktive Höranlage zur Unterstützung von Hörgerätenutzern.

Die St. Andreas-Kirche beherbergt zudem ein zehnstimmiges Bronzegeläute, das in Schlagtonfolge von c¹ bis as² reicht und zur klanglichen Atmosphäre des Gotteshauses beiträgt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei sieben abgegebenen Bewertungen genießt die Kirche bei Besucherinnen und Besuchern eine hohe Wertschätzung. Ihre sakrale Ausstrahlung, die kunsthistorische Vielschichtigkeit sowie die städtebauliche Präsenz machen sie zu einem wichtigen kulturellen Anlaufpunkt in Karlstadt.

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