»» generator | medienkunstlabor trier
Highlights
- Seit 2015 präsentiert das Medienkunstlabor Trier ortsspezifische Lichtkunst von Künstler:innen wie Mischa Kuball oder Hartung & Trenz in einem historischen Heizkraftwerk.
- Der barrierefreie Ausstellungsraum bietet Rollstuhlgerechtigkeit, induktive Höranlagen und thematisiert in Ausstellungen wie »generator marx: kapital | digital« gesellschaftliche Zukunftsfragen.
- Studierende der Universität Trier entwickeln hier gemeinsam mit Künstler:innen Ausstellungen – seit 2015 entstanden vier Ausstellungen mit Publikationen zu jedem Projekt.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in den Ausstellungsraum.
- Induktive Höranlagen stehen zur Verfügung, um audiovisuelle Inhalte barrierefrei wahrzunehmen.
- Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein barrierefreies WC sind im Gebäude vorhanden.
Eigenschaften
Kunstgenerator im Medienkunstlabor Trier entdecken
Das »» generator | medienkunstlabor trier ist ein innovatives Medienkunstlabor der Universität Trier, das 2015 als Ausstellungsraum für zeitgenössische Licht- und Medienkunst entstanden ist. Eingebettet in den historischen Kontext des ehemaligen Heizkraftwerks, das einst das französische Militärhospital André Genet mit Energie versorgte, vereint der Ort heute künstlerische Experimentierfreude mit akademischer Praxis. Seit seiner Gründung hat das Labor vier bedeutende Ausstellungen präsentiert, die ortsspezifische Kunstwerke renommierter Künstler:innen wie Mischa Kuball, Hartung & Trenz oder Peter Weibel (ZKM Karlsruhe) in den Mittelpunkt stellten.
Besonders prägend ist die Verbindung von Virtualität und Materialität, die im »» generator lebendig wird. Die Ausstellungen greifen gesellschaftlich relevante Themen auf – etwa in der Ausstellung generator marx: kapital | digital, die im Rahmen des Karl-Marx-Jahres in Trier die Frage nach dem Kapital der Zukunft erkundet. Hier wird die historische Bedeutung der Stadt als Geburtsort von Karl Marx mit zeitgenössischer Medienkunst verschränkt. Die Installation KATHEDRALE DES KOMMUNISMUS (2018) von Peter Weibel steht als zentrales Werk für diese Auseinandersetzung.
Der »» generator dient nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Lern- und Gestaltungsraum für Studierende. Im Rahmen von Kooperationen mit Künstler:innen entwickeln sie eigene Projekte und setzen sie praktisch um. Die Ausstellung »» generator 2016 etwa nutzte Videostelen, um die stadtgeschichtliche Bedeutung des Campus II lebendig werden zu lassen. Zudem bietet das Labor barrierefreie Zugänge – mit rollstuhlgerechten Einrichtungen, induktiver Höranlage und einem inklusiven Konzept, das kulturelle Teilhabe für alle ermöglicht.
Die Begleitpublikationen zu den Ausstellungen dokumentieren die künstlerischen und theoretischen Impulse des Raums. Von der Auftaktausstellung bis zu späteren Projekten wie generator 5 entstanden Kataloge, die als wissenschaftliche und ästhetische Referenzen dienen. Das Labor steht damit nicht nur für die Präsentation, sondern auch für die Vermittlung von Medienkunst – zwischen Tradition und Zukunft.
Als einzigartiger Ort der Begegnung zwischen Kunst, Geschichte und Wissenschaft ist der »» generator ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Trier. Hier wird Geschichte greifbar, während innovative Medienprojekte neue Perspektiven aufzeigen – immer mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.