Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Sommersdorf

Sommersdorf, 91595 Burgoberbach

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Sommersdorf

Das Schloss Sommersdorf liegt im Ort Burgoberbach im südwestlichen Teil des bayerischen Landkreises Ansbach. Umgeben von einer quadratischen Festungsmauer mit Bastionen und Rundtürmen sowie einem breiten Wassergraben, präsentiert sich die Anlage als klassisches Wasserschloss. Im Norden ragt ein viergeschossiger Flügel mit Treppenturm an der Hoffassade auf, während der südliche Teil zweigeschossig gehalten ist. Über den getrennt stehenden Wohnflügel hinaus verfügt das Gelände im Osten über einen aus dem Wassergraben aufsteigenden Bergfried, der den Eingangsbereich markiert. Ein zweigeschossiger barocker Torturm mit Reliefansicht rundet das äußere Erscheinungsbild ab.

Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Mittelalter zurück. Es wurde ursprünglich für die Herren von Sommersdorf erbaut und später von verschiedenen Adelsgeschlechtern bewohnt, darunter die Freiherren von Eyb und die Freiherren von Crailsheim. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert. So entstanden im Zuge der Befestigungsarbeiten Vorwerke, und im späteren Verlauf wurden unter anderem Fachwerkerweiterungen sowie ein Wirtschaftshof errichtet. Im Zuge modernisierender Maßnahmen wurde Ende des 19. Jahrhunderts die ursprüngliche Zugbrücke durch eine Steinbrücke ersetzt, während gleichzeitig Teile des Südflügels aufgrund von Bauschäden abgetragen wurden.

Heute steht das Schloss Sommersdorf unter Denkmalschutz und befindet sich in Privatbesitz. Eine öffentliche Besichtigung des Inneren ist nicht möglich, wie Besucherberichte bestätigen. Dennoch bietet das äußere Erscheinungsbild des Anwesens einen beeindruckenden Einblick in die Baukunst vergangener Epochen. Besonders reizvoll ist die Lage des Schlosses, das von einem kleinen, gut versteckten Parkplatz aus in seiner ganzen Pracht betrachtet werden kann. Die unmittelbare Umgebung lädt zu einem Spaziergang entlang der Mauern und über die Brücke ein, die einen direkten Zugang zum historischen Ensemble ermöglicht.

Ein integraler Bestandteil des Schlossgeländes ist die Kapelle St. Stephan und Sebastian. Ursprünglich als Teil der Schlossbefestigung konzipiert, wurde sie nach dem Abbruch einer älteren Kirche im 15. Jahrhundert neu errichtet. Heute dient sie als Pfarrstadl und steht somit weiterhin im kulturellen Leben der Region. Die Kapelle kann separat besichtigt werden und ergänzt somit das kulturhistorische Angebot vor Ort.

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