Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Schifferstadt

Bahnhofstraße 48, 67105 Schifferstadt

Highlights

  • Die ehemalige Synagoge in Schifferstadt ist eine Mahn- und Gedenkstätte für die jüdische Geschichte der Region.
  • Erste jüdische Bewohner wie Jacob Jud sind seit 1662 in Schifferstadt nachweisbar; Familien betrieben Handel und Gewerbe.
  • Die Synagoge diente im 19. Jahrhundert als religiöses Zentrum für die lokale jüdische Gemeinde.

Tipps

  • Der Besuch ermöglicht einen Vergleich zwischen der religiösen Architektur der Synagoge und den geschäftlichen Aktivitäten jüdischer Händler wie Vieh-, Pferde- oder Manufakturwaren.
  • Die Gedenkstätte thematisiert die Vertreibung und Zerstörung jüdischer Gemeinden während der NS-Zeit und verweist auf das Schicksal einzelner Familien aus Schifferstadt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturdenkmal: Ehemalige Synagoge Schifferstadt

Die ehemalige Synagoge in Schifferstadt ist ein bedeutendes historisches Denkmal und eine Mahn- und Gedenkstätte, die an die jüdische Geschichte der Region erinnert. Bereits im 17. Jahrhundert lebten jüdische Familien in Schifferstadt, wie etwa 1662 der Handelsmann Jacob Jud. Die jüdische Gemeinde war wirtschaftlich aktiv und betätigte sich in Handelsgeschäften wie Vieh- und Pferdehandel sowie im Handel mit regionalen Produkten. Einige Familien eröffneten auch Gewerbebetriebe, darunter Schuhwarenläden, ein Kaufhaus und eine Manufakturwarenhandlung.

Der Bau der Synagoge fällt in eine Zeit, in der jüdische Gemeinden in der Region zunehmend an Bedeutung gewannen. Die Architektur der Synagoge spiegelt den typischen Stil jüdischer Gotteshäuser des 19. Jahrhunderts wider, wobei sie als zentraler Ort des religiösen und kulturellen Lebens der jüdischen Gemeinde diente. Die Synagoge war nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, an dem sich die jüdische Gemeinschaft versammelte.

Heute erinnert eine Gedenkstätte an das Schicksal der jüdischen Bürger Schifferstadts, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Die ehemalige Synagoge steht als Mahnmal für die Opfer des Holocaust und mahnt zur Erinnerung an die Opfer des Antisemitismus und der Barbarei.

Die Gedenkstätte ist ein wichtiger Ort der Aufklärung und des Gedenkens in Schifferstadt und lädt Besucher ein, sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde und den Folgen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Sie ist ein Teil des kulturellen Erbes der Stadt und ein Ort der Reflexion über Toleranz, Menschlichkeit und die Bedeutung des Erinnerns.

In der Nähe der ehemaligen Synagoge liegt das historische Zentrum Schifferstadts, das von der reichen Handelsgeschichte der Stadt zeugt. Die Verbindung von jüdischer Tradition und regionaler Geschichte macht diesen Ort zu einem besonderen Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte und alle, die sich mit der regionalen Vergangenheit auseinandersetzen möchten.

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