Meisenburg
Highlights
- Die Meisenburg ist eine abgegangene Höhenburg nordöstlich von Renningen im Landkreis Böblingen.
- Sie wurde möglicherweise im 13. oder 14. Jahrhundert von den Adligen von Höfingen oder den Grafen von Württemberg bewohnt.
- Heute sind nur noch der Burghügel, ein Grabenring und ein Gedenkstein aus dem Jahr 1984 erhalten.
Tipps
- Über Schleichpfade zum ehemaligen Burggraben gelangen, dann steil zum Gedenkstein auf dem Burghügel.
- Ringförmiger Graben ist noch erkennbar, ehemalige Burganlage heute nur noch durch Wall-und-Graben-Strukturen sichtbar.
- Spaziergang lohnt sich, auch wenn heute nur noch Reste der Anlage erhalten sind.
Eigenschaften
Über Meisenburg
Die Meisenburg liegt am steilen Nordwesthang des Schlossbergs nordöstlich der Gemeinde Renningen im Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg. Die abgegangene Höhenburg ist heute nur noch durch spärliche Geländestrukturen sichtbar, darunter ein ringförmiger Graben und ein Burghügel mit einem Gedenkstein. Die Anlage wird auch Maisenburg genannt und könnte historisch mit der Wassenburg identisch sein. Aufgrund lückenhafter Quellen lässt sich die genaue Entstehungs- und Bestandszeit nur vermuten. Literaturangaben führen mögliche Besitzer auf, darunter das Adelsgeschlecht von Malmsheim sowie die Niederadligen Maiser. Spätere Besitzer im Mittelalter waren die Herren von Höfingen und danach die Grafen von Württemberg. Im 16. Jahrhundert wird der Name Meisenburg erstmals erwähnt.
Heute sind von der ehemaligen Burganlage nur noch deutliche Spuren im Gelände erhalten. Der Burghügel misst etwa 30 mal 26 Meter und ist von einem bis zu fünf Meter tiefen Grabenring umgeben. Im Nordwesten bis Südwesten verläuft ein niedriger Wall, der möglicherweise zu einer vorgelagerten Befestigung gehörte. Diese Strukturen sind auf dem lokalen Messtischblatt von 1901 verzeichnet. Auf dem Hügel selbst errinnert ein Gedenkstein aus dem Jahr 1984 an die ehemalige Burg. Die Zerstörung der Anlage wird auf die Bauernkriege im 16. Jahrhundert datiert, wobei die Burg vollständig abgetragen wurde, um landwirtschaftliche Gebäude zu errichten. Heute ist von der ehemals imposanten Anlage nur wenig sichtbar geblieben.
Der Zugang zur Meisenburg erfolgt über Schleichwege, die durch die nahegelegene Landschaft führen. Der Weg zum ehemaligen Burggraben ist nicht immer offensichtlich, und der anschließende Aufstieg zum Gedenkstein verlangt einige Trittsicherheit. Aufgrund der zerstörten Bausubstanz bleibt von der Burgarchitektur nicht mehr viel erhalten. Dennoch bietet das Gelände Raum für Spaziergänge in ruhiger Umgebung mit Blick auf die umliegende Landschaft. Einige Besucher vermuten, dass der ringförmige Graben auch auf natürliche Ursachen wie Erosion zurückgehen könnte, was die Deutung als Burganlage weiter umstritten macht. Dennoch bleibt die Meisenburg ein Ort mit historischem Hintergrund und landschaftlichem Reiz im Raum um Renningen.
Die Meisenburg ist in regionalen Sagen und Spukgeschichten verankert, die ihre ehemalige Bedeutung unterstreichen. Obwohl heute kaum noch bauliche Reste vorhanden sind, zeichnet sich die Lage durch ihre markante Höhenstellung aus. Die Anlage wird in der Burgendatenbank EBIDAT sowie in weiteren regionalgeschichtlichen Quellen erwähnt. Interessierte können die Umgebung über das Geoportal Baden-Württemberg und historische Kartenwerke genauer erkunden. Die ehemalige Burgstelle lädt zu einer ruhigen Wanderung ein, die sowohl naturkundliches als auch geschichtliches Interesse anspricht.