Denkmal/Gedenkstätte

Wege gegen das Vergessen - Gedenktafel Drosselweg

Drosselweg 87, 52090 Aachen

Highlights

  • Die Gedenktafel am Drosselweg erinnert an Widerstand und Widerstandsaktivitäten im Rahmen der kommunistischen Bewegung während der NS-Zeit.
  • Seit 26 Jahren dokumentiert ‚Wege gegen das Vergessen‘ NS-Geschichte Aachens durch Führungen, Ausstellungen und Bürgerbeteiligung – inkl. lokaler Widerstandsorte wie dem Drosselweg.
  • Das Projekt fördert historische Aufklärung durch partizipative Rundgänge und Publikationen, etwa zur NS-Zeit im Dreiländereck und jüdischen Geschichte in Aachen.

Tipps

  • Die Gedenktafel am Drosselweg gehört zu den Stationen der ‚Wege gegen das Vergessen‘, die an lokale NS-Geschichte und Widerstand erinnern.
  • Ein Besuch ermöglicht Einblicke in die Rolle Aachens während der zweiten Reihe der kommunistischen Bewegung und deren Bedeutung für die Region.
  • Die Tafel liegt an einem Ort, der im Zweiten Weltkrieg als Schutzraum für die Bevölkerung diente und später auch als Lebensraum genutzt wurde.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Gedenktafel Drosselweg – Kulturdenkmal in Aachen

Die Gedenktafel *„Wege gegen das Vergessen“* am Drosselweg in Aachen ist ein zentraler Ort der lokalen Erinnerungskultur und Teil eines umfassenden Projekts, das sich der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Stadt widmet. Initiiert von der Volkshochschule Aachen und dem gleichnamigen Förderverein, dokumentiert die Tafel konkrete Verfolgungsorte, Widerstandsaktionen und die systematische Entrechtung während der NS-Zeit. Der Drosselweg selbst war Schauplatz von Repressionen, etwa gegen politische Gegner oder jüdische Bürger, deren Spuren heute durch diese Gedenkstätte bewahrt werden.

Das Projekt *„Wege gegen das Vergessen“* entstand in den 1990er-Jahren als Bürgerinitiative und verbindet historische Forschung mit öffentlicher Aufklärung. Seitdem wurden zahlreiche Gedenktafeln im Stadtraum aufgestellt, die an Verfolgte, Deportierte und Widerstandskämpfer erinnern. Der Drosselweg steht dabei stellvertretend für Orte, an denen die NS-Diktatur konkrete Spuren hinterließ – sei es durch Zwangsarbeit, Verhaftungen oder die Ausgrenzung Minderheiten. Die Tafel dient als Mahnmal und Einladung zur Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Bürgerpartizipation: Durch Führungen, Vorträge und Ausstellungen wird die Erinnerungskultur aktiv gestaltet. Das Netzwerk *„Wege gegen das Vergessen“* arbeitet eng mit Institutionen wie dem Stadtarchiv Aachen zusammen und veröffentlicht regelmäßig Publikationen, die regionale Aspekte der NS-Zeit aufarbeiten. So wird die Gedenktafel am Drosselweg nicht nur als Einzelort, sondern als Teil eines lebendigen Gedächtnisprojekts verstanden, das die Verantwortung für die Vergangenheit bewahrt.

Die Initiative verbindet historische Aufklärung mit zeitgenössischer Reflexion: Aktuelle Debatten um Schutz und Erhaltung von Erinnerungsorten – etwa vor rechtsextremen Übergriffen – zeigen, wie dringend notwendig solche Mahnmale bleiben. Die Tafel am Drosselweg erinnert daran, dass Aachen selbst Schauplatz von Verbrechen und Widerstand war und dass die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte eine kontinuierliche Aufgabe bleibt. Durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum wird sie zum Ort der Begegnung mit der Vergangenheit – und zur Mahnung für die Zukunft.

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