Wege gegen das Vergessen - Limburger Straße - Otto Blumenthal
Highlights
- Seit 26 Jahren dokumentiert ‚Wege gegen das Vergessen‘ die NS-Geschichte Aachens mit Führungen, Ausstellungen und Publikationen wie ‚Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus‘.
- Kooperativ mit der Volkshochschule und als Mitglied im NRW-Arbeitskreis NS-Gedenkstätten setzt das Projekt auf Bildung durch Ausstellungen und alternative Stadtrundfahrten.
Tipps
- Der Gedenkort befindet sich an der Limburger Straße und verbindet historische Aufarbeitung mit lokaler NS-Geschichte durch informativen Kontext.
- Die Ausstellung bietet Einblicke in die Arbeit der ‚Wege gegen das Vergessen‘ und deren Publikationen zur NS-Zeit in Aachen.
- Der Ort dient als Ausgangspunkt für thematische Stadtrundgänge, die an weitere Gedenktafeln und Erinnerungsorte anknüpfen.
Eigenschaften
Denkmal Otto Blumenthal – Wege gegen das Vergessen Aachen
Am historischen Ort der „Wege gegen das Vergessen“ an der Limburger Straße in Aachen erinnert eine Gedenktafel an den Mathematiker und Widerstandskämpfer Otto Blumenthal. Blumenthal, der seit 1905 als Professor für Mathematik an der RWTH Aachen wirkte, setzte sich während der NS-Zeit für die Aufklärung über die Verbrechen des Regimes ein. Sein Engagement und sein Wirken stehen im Mittelpunkt dieser Initiative, die seit Jahrzehnten die Erinnerung an die NS-Geschichte der Stadt lebendig hält.
Die „Wege gegen das Vergessen“ sind ein zentrales Projekt zur Aufarbeitung der lokalen NS-Vergangenheit. Durch Führungen, Ausstellungen und Bildungsangebote – etwa in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Aachen – vermitteln sie Einblicke in die Zeit der Diktatur. Besonders bekannt sind die „Alternativen Stadtrundfahrten“, die seit Jahren Besucher:innen zu Orten von Verfolgung, Widerstand und NS-Geschichte führen. Diese Rundgänge machen die dunklen Kapitel der Aachener Geschichte zugänglich und fördern ein kritisches Bewusstsein für die eigene Vergangenheit.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist die Veröffentlichung „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Aachen“, die verschiedene Aspekte der NS-Zeit in der Stadt systematisch aufarbeitet. Zudem ist die Initiative seit 2008 Teil des „Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW“, was ihre Bedeutung für die bundesweite Erinnerungsarbeit unterstreicht. Die Ausstellung „Fenster in die Geschichte – Wege gegen das Vergessen“ zeigt die Ergebnisse dieser Arbeit und macht sie für ein breites Publikum erfahrbar.
Der Standort an der Limburger Straße dient als Start- und Endpunkt für die Rundgänge und markiert gleichzeitig einen Ort der Reflexion. Hier wird die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus bewahrt und gleichzeitig ein Beitrag zur politischen Bildung geleistet. Die Initiative leistet seit über zwei Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit, um die NS-Geschichte Aachens nicht in Vergessenheit geraten zu lassen – und damit auch ein Signal für die Nachbarregionen im Dreiländereck.
Die „Wege gegen das Vergessen“ verbinden historische Aufklärung mit lebendiger Erinnerungskultur. Durch ihre vielfältigen Formate – von Führungen über Ausstellungen bis hin zu Publikationen – tragen sie dazu bei, die Vergangenheit zu verstehen und die Gegenwart kritisch zu reflektieren. Damit erfüllen sie einen wichtigen Bildungsauftrag und halten die Erinnerung an die Opfer wach.