Parks & Gärten

Kalbecker Torfkuhlen

47652 Weeze

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Kalbecker Torfkuhlen in Weeze umfasst 4,97 Hektar und schützt einen farnreichen Erlenbruchwald.
  • Es beherbergt seltene Biotope wie Pfeifengras-Feuchtheide und birken- sowie erlengeprägte Waldstandorte.
  • Seit 1986 besteht der Schutzstatus; Ziel ist die Erhaltung der natürlichen Strukturen und Artenvielfalt.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Kalbecker Torfkuhlen in Weeze ist besonders für seine seltenen Feuchtbiotope und artenreiche Waldstrukturen wie Erlen-Bruchwald und Farnfluren geeignet.
  • Aufgrund der empfindlichen Ökologie sollten Besucher die Wege und Rastflächen nutzen, um den Naturraum zu schonen.
  • Ideal für Naturliebhaber, die ruhige Erholung in einem geschützten Wald- und Feuchtgebiet suchen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Kalbecker Torfkuhlen

Das Naturschutzgebiet „Kalbecker Torfkuhlen“ liegt im nordrhein-westfälischen Weeze und gehört zum Kreis Kleve. Es wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung unter Schutz gestellt. Das Gelände umfasst eine Fläche von rund 4,97 Hektar und zeigt ein vielfältiges Landschaftsbild, geprägt von unterschiedlichen Wald- und Feuchtbiotopen. Ursprünglich handelte es sich hier um ein feuchtes Heide- und Pfeifengrasgebiet, das im Zuge von Aufforstungsmaßnahmen und Entwässerungsaktivitäten stark verändert wurde. Heute bestehen weite Teile des Gebiets aus Mischwald, gelegentlich durchlässig mit Nadelholzarten wie Kiefer, Fichte und Lärche durchsetzt.

Im Zentrum des Schutzes stehen der erhaltenswerte Erlen-Bruchwald sowie farnreiche Waldstandorte mit Adlerfarn und Großem Dornfarn. Diese Bereiche zeichnen sich durch ein gut entwickeltes Krautschichtgeflecht, strukturreiche Dickungen und Moose aus. Zu den charakteristischen Lebensräumen zählen unter anderem Birken-Eichenmischwald, Erlen-Bruchwald und kleinere Anteile an Weiden-Ufergehölzen sowie Nassseggenriedern. Im Unterholz finden sich Arten wie Faulbaum, verschiedene Weidenarten und Pfeifengras, das als Zeiger auf ehemalige, offene Feuchtstandorte dient. Auch seltene Pflanzen wie Torfmoose und Wassernabel sind im Gebiet nachgewiesen.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes besteht darin, den ursprünglich feuchten Wald- und Heidelebensraum langfristig zu erhalten und dort, wo möglich, durch gezielte Maßnahmen wiederherzustellen. Dazu zählen unter anderem die Beseitigung nicht bodenständiger Gehölze, die Vermeidung von Entwässerungsmaßnahmen sowie die Wiedervernässung von standorttypischen Feuchtbiotopen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erhalt des Kleinreliefs, das für die Diversität der Lebensräume von großer Bedeutung ist. Die intensive Pflege von Gehölzen und die Wasserentnahme in der näheren Umgebung gelten als Hauptgefahren für das empfindliche Ökosystem.

Das NSG „Kalbecker Torfkuhlen“ ist Teil der landschaftlichen Vielfalt der Niersniederung. Diese Region ist durch ihre wechselfeuchten Sandböden und das einstige Vorkommen von Pfeifengras-Heiden geprägt. Obwohl große Teile der ursprünglichen Offenlandbiotope durch Aufforstung verloren gingen, bieten die verbliebenen Wald- und Feuchtflächen Lebensraum für eine Reihe regional seltener Arten. Neben Pflanzen wie der Europäischen Lärche, Rotbuche, Stiel-Eiche und Schwarz-Erle sind auch verschiedene Seggen-, Binse- und Gräserarten verbreitet. Tierische Bewohner des Gebiets umfassen unter anderem Arten, die an strukturreiche Laubwälder und feuchte Waldstandorte gebunden sind.

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