St.-Helena-Kirche, Barlo
Highlights
- Die St.-Helena-Kirche in Barlo wurde 1861–1862 als neue Pfarrei nach Abriss der 1674 errichteten Kreuzkapelle aus Hemden erbaut.
- 1931 erhielt die Kirche ein massives Portal als Windfang; der Wappenstein wurde über das Eingangsportal am Turm verlegt und bleibt erhalten.
- 1933 entstand eine größere Sakristei an der Chorsüdseite, während die alte als Heizungsraum genutzt wurde.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum ohne Barrieren.
- Ein historischer Wappenstein befindet sich seit 1931 über dem Turmportal, nachdem er vom ursprünglichen Eingangsbereich verlegt wurde.
- Die Sakristei wurde 1933 als größerer Anbau an der Südseite des Chores neu errichtet, während die alte Funktion als Heizungsraum übernahm.
Eigenschaften
St.-Helena-Kirche Barlo: Sakrale Kultur in Bocholt-Barlo
Ursprünglich als „Kreuzkapelle“ in der niederländischen Gemeinde Hemden errichtet, diente sie ab 1674 katholischen Gläubigen aus Aalten und Bredevoort – Gebieten, in denen die protestantische Reformation vorherrschte. Als die Pfarrei Barlo 1823 gegründet wurde, wurde die Kapelle abgebaut und an ihrem heutigen Standort wiederaufgebaut, um den Bedürfnissen der wachsenden katholischen Gemeinde gerecht zu werden.
Der Bau der heutigen Kirche begann 1861 und wurde im Folgejahr abgeschlossen. Charakteristisch ist der markante Turm, der 1862 mit einer Sandstein-Statue der Heiligen Helena ausgestattet wurde. Diese Figur, geschaffen vom Bildhauer B., thront bis heute über dem Eingangsportal und symbolisiert den Schutzpatron der Kirche. Der Umbau des 19. Jahrhunderts prägte nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere: Historische Fenster im Kirchenschiff wurden teilweise neu angeordnet, während die Sakristei 1933 als größerer Anbau an der Südseite des Chores hinzugefügt wurde. Die alte Sakristei diente fortan als Heizungsraum, um die Kirche auch in kalten Monaten bewohnbar zu halten.
Ein besonderes Detail ist das massive Portal aus dem Jahr 1931, das als Windfang gegen Wettereinflüsse errichtet wurde. Dabei wurde der ursprüngliche Wappenstein über das Eingangsportal des Turms verlegt – ein Zeugnis der historischen Entwicklung des Gebäudes. Die Kirche besticht zudem durch ihre barocke bis klassizistische Architektur, die sich harmonisch in die ländliche Umgebung von Bocholt-Barlo einfügt. Mit einem Google-Rating von 4,5 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt sie als barrierefreier Ort: Sowohl der Eingang als auch der Parkplatz sind rollstuhlgerecht gestaltet, was sie für alle Besucher zugänglich macht.
Als kulturelles und spirituelles Zentrum des Ortes lädt die St.-Helena-Kirche nicht nur zu Gottesdiensten ein, sondern auch zu einem Besuch ihrer historischen Bausubstanz und ihrer künstlerischen Details. Die Verbindung zur niederländischen Vergangenheit und die sorgfältige Restaurierung im Laufe der Jahrhunderte machen sie zu einem einzigartigen Zeugnis des katholischen Glaubenslebens in der Region. Wer sich für sakrale Baukunst und regionale Geschichte interessiert, findet hier einen Ort, der Geschichte lebendig werden lässt.