Elisabethhalle
Highlights
- Die Elisabethhalle ist ein denkmalgeschütztes Hallenbad im Aachener Jugendstil, erbaut zwischen 1908 und 1911.
- Das Bad verfügt über zwei historische Schwimmhallen mit Reliefs von Fritz Klimsch und Carl Burger sowie erhaltene Wannenabteilungen.
- Seit 1945 nach Kriegsschäden wieder in Betrieb, gilt es heute als architektonischer Höhepunkt unter den Aachener Bädern.
Eigenschaften
Über Elisabethhalle
Die Elisabethhalle in Aachen ist eine der wenigen noch erhaltenen Jugendstil-Schwimmhallen Deutschlands und zählt zu den architektonischen Highlights der Stadt. Errichtet zwischen 1908 und 1911, zählt das Bad heute nicht nur als beliebtes Freizeitziel, sondern auch als geschichtsträchtiges Denkmal. Direkt im Herzen der Aachener Altstadt gelegen, befindet sich die Elisabethhalle nur wenige Gehminuten vom berühmten Aachener Dom entfernt und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, nicht nur zu schwimmen, sondern auch die prachtvolle Baukunst der Jahrhundertwende zu bestaunen.
Das Hallenbad besticht durch seine originale Jugendstil-Architektur, die bis heute weitgehend erhalten geblieben ist. In den zwei getrennten Hallen – ursprünglich für Männer und Frauen vorgesehen – dominieren stilistische Elemente der Zeit mit kunstvoll gestalteten Brunnen und Reliefdarstellungen. In der kleinen Halle ziert ein von Fritz Klimsch entworfenes Relief „Badende Frauen“ den Brunnen, während in der großen Halle ein Neptunbrunnen von Carl Burger den architektonischen Fokus bildet. Die Umkleidebereiche auf zwei Ebenen mit Einzelkabinen unterstreichen den gehobenen Charakter des Bades, das ursprünglich auch als Thermalbad konzipiert war und neben Schwimmbecken unter anderem ein römisches Schwitzbad und ein Hundebad beherbergte.
Die Geschichte der Elisabethhalle ist eng mit der Entwicklung der Stadt Aachen verbunden. Nach einem Wassermangel kurz nach der Eröffnung musste der Betrieb zunächst unterbrochen werden. Im Zweiten Weltkrieg diente der Keller als öffentlicher Luftschutzraum. Nach dem Krieg wurden die Schäden beseitigt und der Badebetrieb schrittweise wieder aufgenommen. Besonders in den 1970er Jahren musste eine umfangreiche Renovierung durchgeführt werden, um die durch das aggressive Thermalwasser verursachten Schäden zu beheben. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Bad mehrfach saniert, unter anderem mit Unterstützung von Denkmalschutzprogrammen, um die historische Bausubstanz zu erhalten.
Heute gehört die Elisabethhalle zu den vier städtischen Hallenbädern in Aachen und wird von der Stadt verwaltet. Sie gilt als „heimlicher Star“ unter den Aachener Schwimmhallen – nicht zuletzt wegen ihres einzigartigen Ambientes. Besucher loben die helle, freundliche Atmosphäre und die außergewöhnliche Architektur, kritisieren jedoch teilweise die eingeschränkten Öffnungszeiten, die vor allem für Berufstätige und Schüler kaum erreichbar sind. Dennoch bleibt die Elisabethhalle ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die Architektur, Geschichte und Erholung miteinander verbinden möchten.