Relief der zwei Totengerippe (Klappergassen-Sage)
Highlights
- Am Fuße des Lousbergs erinnert ein Relief von 1985 an die Klappergassen-Sage mit zwei Totengerippen als Symbol für die List der Aachener Marktfrau.
- Das Denkmal zeigt die Sage, wie Karl der Große 805 nach dem Sachsenkrieg die Fertigstellung des Aachener Münsters feierte – mit 365 Bischöfen als Gäste.
Eigenschaften
Aachens Klappergassen-Sage: Totengerippe-Relief
Das Relief der zwei Totengerippe in Aachen ist ein faszinierendes Kunstwerk, das eng mit der berühmten Klappergassen-Sage verbunden ist. Die Sage erzählt von einer schlauen Aachener Bäuerin, die den Teufel mit List überlistete, als dieser sie um ihre Seele betrügen wollte. Um sie zu täuschen, verwandelte er sich in einen schönen Jüngling und lockte sie in eine Falle. Doch die Frau erkannte seine wahre Natur und entkam, indem sie sich hinter einem Gitter versteckte. Der Teufel, wütend über seine Niederlage, verfluchte die Stelle – und seitdem sollen die Geräusche der Klappergasse (ein historischer Teil der Stadt) an die gescheiterte List erinnern.
Das Relief selbst zeigt zwei markante Totengerippe, die symbolisch für die beiden Seiten der Sage stehen: die List der Bäuerin und die gescheiterte Macht des Teufels. Es wurde 1985 von der Künstlerin Krista Löneke-Kemmerling geschaffen und steht am Fuße des Lousbergs, einem markanten Hügel in Aachen. Das Werk dient als künstlerische Hommage an die überlieferte Legende und verweist auf die reiche Folklore der Region. Besonders ansprechend ist die Verbindung von Geschichte, Mythos und lokalem Stolz, die das Relief verkörpert.
Die Klappergasse selbst war einst ein lebendiger Teil des mittelalterlichen Aachens, geprägt von Handwerkern und Händlern. Die Sage, die sich um diese Gegend rankt, unterstreicht den Glauben an übernatürliche Kräfte und menschliche Klugheit. Das Relief ist somit nicht nur ein künstlerisches Denkmal, sondern auch ein Stück lebendiger Tradition, das Besucher bis heute fasziniert. Es lädt ein, sich mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen und die Verbindung zwischen Aachens Vergangenheit und seiner kulturellen Identität zu erkunden.
Für Geschichtsinteressierte und Liebhaber von Sagen ist das Relief ein besonderer Ort, um die Aachener Folklore hautnah zu erleben. Die Darstellung der beiden Totengerippe wirkt dabei nicht nur düster, sondern auch poetisch – ein Zeugnis dafür, wie Mythen die Stadtprägung bis in die moderne Zeit beeinflussen. Wer sich für die mystischen Seiten Aachens begeistert, findet hier ein einzigartiges Stück Kulturgeschichte, das zwischen Realität und Legende oszilliert.