Kirche/Kloster

St. Maria

Lange Str., 73453 Abtsgmünd

Highlights

  • Die neugotische Pfarrkirche ‚Mariä Unbefleckte Empfängnis‘ in Abtsgmünd wurde 1857/58 erbaut und 1861 geweiht.
  • Der Turm mit drei Glocken entstand 1909/10; die mechanische Kegelladenorgel (8 Register) stammt von 1890.
  • Die gotische Madonna von Pommertsweiler (fränkische Schule) und ein gotisches Kruzifix zieren die Stirnseiten der Kirche.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Pfarrkirche ‚St. Maria‘.
  • Ein barrierefreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Die neugotische Architektur und die historischen Elemente wie die gotische Madonna oder das Kruzifix bieten Einblicke in die Baugeschichte des 19. Jahrhunderts.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Maria Abtsgmünd

Die Pfarrkirche St. Maria in Abtsgmünd ist ein prägendes Wahrzeichen der Region und ein bedeutendes Beispiel neugotischer Sakralarchitektur. Erbaut in den Jahren um 1857/1858, entstand sie als eigenständiges Gotteshaus für die bis dahin zur Pfarrei Neuler gehörenden Katholiken. Das Grundstück wurde von der Familie Maier gespendet, und die Weihe erfolgte 1861 durch Bischof Josef von Lipp – ein Meilenstein für die lokale Kirchengeschichte.

Das Innere der Kirche beeindruckt durch ihre harmonische Gestaltung und historische Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist die mechanische Kegelladenorgel mit acht Registern, die 1890 vom Orgelbauer Goll aus Kirchheim/Teck geschaffen wurde. Der im Jahr 1909/1910 angefügte Turm beherbergt drei Glocken und ragt als markantes Bauwerk über die Umgebung hinaus. Beim Orkantief Lothar 1999 erlitt der Turm jedoch Schäden, als der Dachhahn abbrach.

Die Kirche bewahrt wertvolle Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. An der rechten Stirnseite thront ein gotisches Kruzifix, während die linke Seite von der Muttergottes von Pommertsweiler dominiert wird – eine gotische Madonna aus der fränkischen Schule. Das Jesuskind hält eine Kugel in der Hand und reicht der Muttergottes einen Apfel, ein Symbol für die Menschwerdung Christi. Der Taufstein stammt aus der Entstehungszeit der Kirche, wobei sein Deckel 1990 erneuert wurde.

Im Rahmen einer umfassenden Renovierung 1960 wurden der geschnitzte Hochaltar sowie die Seitenaltäre entfernt, um den Raum moderner zu gestalten. Dennoch bleibt die Kirche ein Ort der Andacht und des kulturellen Erbes, der Besucher durch seine historische Atmosphäre und architektonische Eleganz fesselt. Besonders erwähnenswert ist die barrierefreie Gestaltung: Der Eingang und der angrenzende Parkplatz sind rollstuhlgerecht ausgebaut, sodass die Kirche für alle zugänglich ist.

Die Pfarrkirche St. Maria ist nicht nur ein spiritueller Mittelpunkt, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft. In der Umgebung finden sich weitere kulturelle Angebote, etwa das „Neresheimer Programm“, das während Renovierungsarbeiten im Kloster Neresheim im nahegelegenen Schönenberg stattfindet. Zudem engagiert sich die Kolpingsfamilie Abtsgmünd mit einer Seniorengruppe für ältere Mitglieder, die zusätzliche Aktivitäten anbietet. Ein Besuch lohnt sich daher nicht nur aus religiösem, sondern auch aus kulturell-gesellschaftlichem Interesse.

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