Historisches Museum

Heimatmuseum Sandweier

Römerstraße 24, 76532 Baden-Baden-Sandweier

Highlights

  • Das Heimatmuseum Sandweier befindet sich in einem historischen Jagdhaus aus dem Jahr 1602.
  • Es zeigt lokale Geschichte, Jagdtraditionen und Alltagskultur in Baden-Baden-Sandweier.
  • Zum Museum gehören ein Ökonomiegebäude, eine Rudi-Bauer-Schmiede und ein Kräutergarten.

Tipps

  • Im Museum sind Exponate zur Urgeschichte, kirchlichen Geschichte, Alltagskultur und Handwerkskunst aus dem Ort und der Umgebung zu sehen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte regionaler Geschichte, Kultur und ländlicher Traditionen in Baden-Baden-Sandweier.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Heimatmuseum Sandweier

Das Heimatmuseum Sandweier befindet sich im baden-württembergischen Baden-Baden-Sandweier und beherbergt in einem historischen Gebäude aus dem frühen 17. Jahrhundert die regionale Geschichte des Ortes. Ursprünglich als Jagdhaus des Adels von Baden errichtet, wurde das Gebäude 1989 von der Stadt Baden-Baden erworben und dem Heimatverein Sandweier als Museumsstandort zur Verfügung gestellt. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten, die von engagierten Vereinsmitgliedern geleistet wurden, eröffnete das Heimatmuseum 1995 offiziell seine Pforten.

Die Ausstellungen im Heimatmuseum gliedern sich in verschiedene thematische Bereiche, die die kulturelle und alltägliche Entwicklung des Dorfes widerspiegeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Jagdgeschichte, die durch präparierte heimische Wildtiere und eine authentisch eingerichtete Schlafkammer eines Waidmannes dokumentiert wird. Daneben zeigen Ausstellungsstücke zur Urgeschichte, darunter ein Votivstein, der das römische Dorf „Bibienses“ erwähnt, sowie Mammutknochen und mittelalterliche Urkunden, die die frühe Siedlungsgeschichte belegen.

Weitere Räume widmen sich der Ortsgeschichte mit Exponaten wie alten Möbeln, Haushaltsgeräten, Geschirr und landwirtschaftlichem Inventar. Besonders erwähnenswert sind die sogenannten „Renovationsbücher“ aus dem frühen 19. Jahrhundert, die eine detaillierte Bestandsaufnahme aller Gebäude und Fluren von Sandweier enthalten. Im Ökonomiegebäude sind zudem Werkzeuge traditioneller Handwerker wie Schmied, Sattler und Zimmermann ausgestellt. Ein Feuerwehrwagen aus dem Jahr 1889 sowie ein nachgebauter Weberbackofen ergänzen das Bild des ländlichen Lebens im Wandel der Zeit.

Auf dem Gelände des Museums befindet sich zudem ein Kräutergarten, der als Bildungs- und Erholungsort für die Grundschule dient und mit zahlreichen heimischen Kräutern bepflanzt ist. Auch ein kleiner Pflastersteinweg, angelegt von Museumsmitarbeitern, führt zu den sanitären Anlagen im Anbau des Ökonomiegebäudes. Die Außenanlage beherbergt zudem eine von Wendelin Klumpp rekonstruierte Ölmühle, die als Beispiel für die handwerkliche Tradition der Region gilt.

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