St. Laurentius
Highlights
- Die St.-Laurentius-Kirche in Achim ist die älteste und größte Landkirche zwischen Bremen und Verden.
- Der romanische Kirchenbau stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert und wurde später mehrfach umgebaut.
- In der Kirche befinden sich historische Kapellen mit Gräbern adeliger Familien und eine Turmuhr aus dem Jahr 1706.
Tipps
- Die Kirche St. Laurentius in Achim ist ein historischer Ort mit guter Akustik, ideal für Konzerte und Gottesdienste.
- Besucher mit Mobilitätseinschränkungen finden im Sitzbereich barrierefreie Zugänge vor.
- Kinder können im Spatzenchor oder Kinderchor aktiv musikalisch gefördert werden.
Eigenschaften
Über St. Laurentius
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Laurentius in Achim ist das älteste und größte Bauwerk der Stadt und zählt zu den bedeutenden Sakralbauten im Landkreis Verden. Sie liegt zentral im Ort und wird von der St.-Laurentius-Kirchengemeinde genutzt. Die Kirche ist nach Laurentius von Rom benannt und wurde erstmals urkundlich erwähnt, wenngleich architektonische und historische Hinweise auf eine noch frühere Entstehung deuten. Ursprünglich wurde sie vermutlich auf einer heidnischen Kultstätte errichtet und später in einen christlichen Sakralbau umgewandelt.
Der Kirchenbau selbst ist ein romanischer Feldsteinbau, dessen ursprüngliche Mauern am Turm und in der Südwand noch heute sichtbar sind. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach erweitert und umgebaut. Besonders auffällig ist der fast quadratische Chor sowie die ungleichen Querhausarme mit unterschiedlichen Dachformen. Die Gewölbe im Inneren wechseln zwischen spitzbogigen Kreuzrippengewölben und späteren Umbauten, was den verschiedenen Bauphasen geschuldet ist. Große Korbbogenfenster an der Nordseite des Langhauses sowie mehrfache Veränderungen am Ostgiebel zeugen von der langen Baugeschichte. Seit 1706 ziert eine Uhr mit vergoldetem Zifferblatt die Nordseite des Turms, während an der Clüver-Kapelle eine Sonnenuhr aus dem frühen 17. Jahrhundert angebracht ist.
In der Kirche befinden sich mehrere historische Kapellen, darunter die Mandelsloh-Kapelle im Nordflügel, in der die Sarkophage des dänischen Geheimen Conferenzrats Detlef Conrad von Reventlow und seiner Ehefrau aufgestellt sind. In der Clüver-Kapelle im südlichen Querschiff und der östlich angebauten Lazarus-Kapelle finden sich weitere Grabplatten und Epitaphien namhafter Familien der Region. Seit 1967 beherbergt eine Nische in der Clüver-Kapelle eine Plastik des Heiligen Laurentius, des Schutzpatrons der Kirche. Die Sakralbauten und Grabmäler spiegeln die Bedeutung der St.-Laurentius-Kirche als Ort der Bestattung und Erinnerung regionaler Adelsgeschlechter wider.
Die Kirche ist nicht nur von historischem, sondern auch von musikalischem Interesse. Aufgrund ihrer hervorragenden Akustik wird sie regelmäßig für Konzerte genutzt, insbesondere durch Chöre, Solisten und Ensembles. Die Räumlichkeiten bieten zudem barrierearme Zugänge für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen. Die St.-Laurentius-Kirche dient zudem als Rahmen für kirchliche Höhepunkte wie Taufen und Trauungen, die von der Gemeinde organisiert werden. Das Kirchenbüro unterstützt bei organisatorischen Fragen zu Gottesdiensten und kirchlichen Lebensbegleitungen.