Alte Nationalgalerie
Highlights
- Die Alte Nationalgalerie auf Berlins Museumsinsel beherbergt Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts.
- Das Gebäude im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance wurde 1876 fertiggestellt.
- Auf der Freitreppe steht das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV., geschaffen von Alexander Calandrelli.
Tipps
- Die Alte Nationalgalerie liegt zentral auf der Museumsinsel, fußläufig vom S-Bahnhof Hackischer Markt erreichbar.
- Ein Audioguide ist im Eintrittspreis enthalten und bietet vertiefende Einblicke in die Kunst des 19. Jahrhunderts.
- Die monumentale Freitreppe mit dem Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. lädt zum Verweilen und Fotografieren ein.
Eigenschaften
Über Alte Nationalgalerie
Die Alte Nationalgalerie in Berlin ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen des 19. Jahrhunderts und zentraler Bestandteil der Museumsinsel, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Das Gebäude wurde in den Jahren des ausgehenden Klassizismus und der beginnenden Neorenaissance errichtet und vereint architektonische Elemente unterschiedlicher Bauformen – Tempel, Schloss und Kirche verschmelzen hier zu einer repräsentativen Einheit. Die Freitreppe des Gebäudes zählt zu den markantesten architektonischen Elementen und wird durch das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. geprägt, das von Alexander Calandrelli geschaffen wurde.
Die Sammlung der Alten Nationalgalerie umfasst Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts und bildet damit den historischen Schwerpunkt der Nationalgalerie. Zu den bekanntesten Werken zählen Meisterwerke der Romantik, des Realismus und des Impressionismus. Die Dauerausstellung zeigt unter anderem Arbeiten bedeutender Künstler wie Caspar David Friedrich, Adolph Menzel und Max Liebermann. Die Präsentation erstreckt sich über mehrere Etagen, wobei sowohl klassische als auch zeitgenössische Aspekte der Kunst des 19. Jahrhunderts thematisiert werden. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Sonderausstellungen, die sich vertiefend mit bestimmten Künstlern oder Strömungen beschäftigen.
Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Zeugnis seiner Zeit. Errichtet wurde es nach Plänen von Friedrich August Stüler, wobei auch der Entwurf des späteren Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. eine wichtige Inspirationsquelle darstellte. Die Fassade aus Nebraer Sandstein sowie die Kolonnaden aus schlesischem und Elbsandstein verleihen dem Bau eine monumentale Erscheinung. Die rustizierte Gestaltung des Sockelgeschosses unterstreicht die klassizistische Ausrichtung, während die aufgesetzten Halbsäulen und hohen Fenster den neurenaissancehaften Einfluss verdeutlichen. Die Glasdecke im dritten Obergeschoss sorgt zudem für eine großzügige Tageslichtversorgung der Ausstellungsräume.
Die Alte Nationalgalerie ist über die Bodestraße gut zu erreichen und befindet sich zentral innerhalb des Museumsinsel-Komplexes. Direkt angrenzend befinden sich das Pergamon-Museum im Westen sowie das Neue Museum und der Berliner Dom im Süden. Die Museumsinsel gilt als eine der bedeutendsten Kulturmeilen Europas und zieht jährlich Hunderttausende Besucher an. Die Alte Nationalgalerie selbst verzeichnete zuletzt mehrere hunderttausend Besuche innerhalb eines Jahres. Neben den klassischen Führungen vor Ort werden auch digitale Angebote wie virtuelle Rundgänge, Filme und Podcasts angeboten, die den Zugang zur Sammlung erweitern.