Kirche/Kloster

Filialkirche St. Georg

Dorfstraße 30, 82287 Jesenwang-Pfaffenhofen

Highlights

  • Die Filialkirche St. Georg in Pfaffenhofen ist ein spätgotischer Bau mit barocken Elementen aus dem Jahr 1680.
  • Das Innere der Kirche überzeugt durch kunstvollen Stuck mit Blattrosetten, Girlanden und Puttenköpfen.
  • Die barocke Orgel von Peter Moser aus dem Jahr 1856 ist eines seiner wenigen erhaltenen Werke.

Tipps

  • Die spätgotische Filialkirche St. Georg in Pfaffenhofen wurde 1680 barockisiert und beherbergt wertvollen Stuckdekor sowie einen barocken Hochaltar mit Georgdarstellung.
  • Im nördlichen Chorwinkel steht ein Glockenturm mit oktogonaler Aufbauten und Zwiebelhaube, südlich sind Sakristei und ein Vorzeichen mit Wandmalereien angebaut.
  • Der Innenraum zeigt ein um 1860 erweitertes Langhaus mit Stichkappentonne und barockem Deckenstuck, gefüllt mit Blattrosetten, Girlanden und Puttenköpfen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Filialkirche St. Georg

Die katholische Filialkirche St. Georg befindet sich in Pfaffenhofen, einem Ortsteil der Gemeinde Jesenwang im Landkreis Fürstenfeldbruck in Bayern. Die Kirche ist dem Heiligen Georg gewidmet, der als Märtyrer und einer der Vierzehn Nothelfer verehrt wird. Der spätgotische Grundbau der Kirche wurde im Jahr 1680 barockisiert und erweitert. Heute zählt das Gebäude zu den geschützten Baudenkmälern in Bayern. Der barocke Deckenstuck im Innenraum ist weitgehend erhalten und zeigt die kunsthandwerkliche Qualität der Umbauphase.

Der Glockenturm erhebt sich im nördlichen Chorwinkel und ruht auf einem quadratischen Unterbau. Sein oktogonaler Aufsatz ist durch Ecklisenen, Blendfelder und Klangarkaden strukturiert und mit einer Zwiebelhaube versehen. An der Südseite der Kirche befinden sich die Sakristei und ein Vorzeichen, an dem Wandmalereien angebracht sind. Diese zeigen Szenen wie die Dreifaltigkeit vor dem Hintergrund der Pfaffenhofener Kirche, den Tod in Gestalt des Sensenmannes sowie die Auferstehung der Toten beim Jüngsten Gericht.

Der Innenraum der Kirche besteht aus einem einschiffigen Langhaus, das um etwa ein Joch nach Westen erweitert wurde. Sowohl das Langhaus als auch der dreiseitig geschlossene Chor werden von einer Stichkappentonne überdacht. Die Gewölbe sind durch Stuckrahmen in geometrische Felder unterteilt und mit einem reichen barocken Dekor aus Blattrosetten, Fruchtgirlanden, Laubwerk, Muscheln und Puttenköpfen verziert. Diese Stuckaturen stammen aus der Zeit der barocken Umgestaltung und sind bis heute erhalten.

Der barocke Hochaltar beherbergt eine Skulptur des heiligen Georg, der auf seinem Pferd sitzend dargestellt ist und mit seiner Lanze den Drachen besiegt. Über den seitlichen Durchgängen befinden sich die Figuren des heiligen Rochus und des heiligen Sebastian. Die klassizistischen Seitenaltäre tragen Skulpturen aus dem frühen 18. Jahrhundert: der nördliche zeigt eine Madonna mit Kind, der südliche eine Darstellung der Unterweisung Mariens. Die Ausstattung zeugt von verschiedenen Epochen und Stilrichtungen und spiegelt die Entwicklung der Kirche über die Jahrhunderte wider.

Eine besondere Sehenswürdigkeit der Kirche ist die mechanische Schleifladen-Orgel mit sieben Registern auf einem Manual und Pedal. Sie wurde 1856 vom Orgelbauer Peter Moser mit einem nachklassizistischen Prospekt erbaut und zählt heute zu den wenigen erhaltenen Werken des Meisters. Die Orgel ist vollständig erhalten und steht unter Denkmalschutz. Die Filialkirche St. Georg steht somit nicht nur als sakraler Ort im landschaftlichen Rahmen des Landkreises Fürstenfeldbruck, sondern auch als Zeugnis kirchlicher und künstlerischer Tradition in der Region.

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