Buttermarktkapelle St. Michael
Highlights
- Die Buttermarktkapelle St. Michael in Adenau wurde um 1800 erbaut und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
- Sie steht im ältesten Stadtviertel am Buttermarkt und wurde dem Erzengel Michael geweiht.
- Der schlichte Saalbau verfügt über ein Fachwerkgiebel und ein Bleiglasfenster über dem Portal.
Tipps
- Die Buttermarktkapelle St. Michael in Adenau befindet sich an der Hauptstraße/Ecke Mittelbachstraße im ältesten Stadtviertel und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
- Der schlichte Saalbau mit Fachwerkgiebel und Dachreiter mit Glocke wurde um 1800 errichtet und ist dem Erzengel Michael geweiht.
- Der Innenraum verfügt über sechs Holzbänke, einen neuen steinernen Altar und ein Bleiglasfenster über dem Portal – lohnt einen Besuch, wenn die Kapelle geöffnet ist.
Eigenschaften
Über Buttermarktkapelle St. Michael
Die Buttermarktkapelle St. Michael befindet sich im Ortskern der Stadt Adenau im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie steht im ältesten Stadtviertel, dem historischen Buttermarkt, und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Die dem Erzengel Michael geweihte Kapelle wurde vermutlich um das Jahr 1800 errichtet und ist seitdem ein stilles Zeugnis der religiösen und städtebaulichen Geschichte Adenaus. Ihre Lage an der Hauptstraße in Verbindung mit der Mittelbachstraße macht sie zu einem markanten, wenn auch kleinen Bau im Stadtbild.
Architektonisch zeigt die Kapelle einen schlichten, rechteckigen Saalbau mit den Maßen 6,44 Meter Länge und 4,03 Meter Breite. Das Dach ist mit einem Sattel versehen, auf dem sich ein Dachreiter mit einer Glocke befindet. Die Portalseite ist durch einen Fachwerkgiebel geprägt, der dem Gebäude eine traditionelle und denkmalpflegerische Ausstrahlung verleiht. Über dem doppeltürigen Portal ist ein Bleiglasfenster angebracht, das sowohl Licht spendet als auch einen kunsthandwerklichen Akzent setzt. Die schlichte Ästhetik des Äußeren spiegelt sich auch im Inneren wider.
Im Innenraum dominiert eine flache Decke, und der Raum selbst bietet Platz für sechs Holzbänke. Der steinerne Altar ist ein neuerer Einbau, der dennoch in die schlichte Ausstattung des Raumes passt. Die Kapelle wird als geschütztes Kulturdenkmal geführt und dokumentiert damit ihre historische und künstlerische Bedeutung im Rahmen der rheinland-pfälzischen Denkmalpflege. Obwohl sie nicht regelmäßig für Gottesdienste genutzt wird, bleibt sie ein Ort der Ruhe und Besinnung inmitten des städtischen Treibens.
Literarisch erwähnt wird die Kapelle unter anderem von Paul Clemen, der 1938 ein Baujahr von 1839 angab. Diese Datierung ist jedoch nicht gesichert und wird in neueren Quellen nicht bestätigt. Manfred Reinnarth widmete ihr 2001 in der Publikation „Die Kirche mitten im Ort“ einen kurzen, informativen Beitrag und bestätigt ihre Rolle als Teil des städtischen Kulturerbes. Die Kapelle steht somit im Spannungsfeld zwischen historischem Zeugnis und gegenwärtigem Denkmal.
Besucher*innen berichten gelegentlich von verschlossenen Türen bei spontanen Besuchen, was den Zugang zu diesem kleinen Sakralbau zeitweise erschwert. Dennoch genießt die Kapelle eine hohe Bewertung, wie auch ihre durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen bei zehn abgegebenen Bewertungen zeigt. Sie bleibt ein stiller, denkmalgeschützter Ort in Adenau, der sowohl für Interessierte an Architektur als auch für Personen von kulturellem und historischem Interesse von Bedeutung ist.