Ägyptisches Museum der Universität Leipzig
Highlights
- Gründungsjahr 1840: Sammlung begann mit einem Glücksfall – 1842 kam ein ägyptischer Sarg als erster Leihgabe zur Leipziger Antikensammlung.
- Forschungsmuseum mit barrierefreiem Zugang (Fahrstuhl) und öffentlichen/privaten Führungen, inklusive kindgerechter Programme und wissenschaftlicher Veranstaltungen wie der SÄK 2026.
Tipps
- Der Zugang zum Museum erfolgt über einen Fahrstuhl, der einen barrierefreien Aufstieg ermöglicht, allerdings ist die Barrierefreiheit nur bedingt gewährleistet.
- Detaillierte Informationen zu ausgewählten Objekten der Sammlung werden von Doktorand:innen bereitgestellt und ermöglichen vertiefte Einblicke in die Exponate.
- Spezielle Führungen für Kinder finden am Ende jedes Quartals sowie während der Ferien statt und dauern etwa 45 bis 60 Minuten.
Eigenschaften
Ägyptisches Museum Leipzig: Kultur-Ausflug
Das Ägyptische Museum der Universität Leipzig ist eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen Sachsens und ein faszinierender Einblick in die antike Kultur Ägyptens. Gehoused im ältesten Hochhaus der Stadt, das 1927/1928 errichtet wurde, vereint das Museum historische Bedeutung mit architektonischem Charme. Die Sammlung entstand durch Zufall: Ein Glücksfall im Jahr 1840 legte den Grundstein, als ein ägyptischer Sarg in die Leipziger Antikensammlung gelangte – eine Erweiterung der bis dahin auf griechische und römische Gipsabgüsse beschränkten Bestände.
Die Sammlung verdankt ihre heutige Prägung maßgeblich dem Ägyptologen Georg Ebers, der die kleine Lehrsammlung zu einem renommierten Museum ausbaute. Seine Expeditionen brachten wertvolle Funde nach Leipzig, darunter auch den Kalksteinkopf der Königin Nofretete, der nach seiner Freilegung mit Erlaubnis des französischen Antikendienstes nach Leipzig kam.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trug Siegfried Morenz entscheidend zur Rettung der Sammlung bei, indem er ausgelagerte Objekte zurückführte und das Institut wieder aufbaute. Ein Teil des Bestands galt jedoch als verschollen, bis 1958 sein Verbleib in der Sowjetunion bekannt wurde. Heute ist das Museum nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch ein lebendiger Teil des Leipziger Kulturlebens. Die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften der Universität Leipzig, zu der das Museum gehört, bietet ein breites Spektrum an Studiengängen – von Afrikastudien bis zu Theaterwissenschaft – und verbindet so wissenschaftliche Exzellenz mit öffentlicher Zugänglichkeit.
Für Besucher:innen bietet das Museum barrierearme Zugänge per Fahrstuhl und regelmäßige Führungen, darunter spezielle Programme für Kinder. Private Themenführungen und wissenschaftliche Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Besonders erwähnenswert ist der Schülerführer von 2017, der in Kooperation mit dem Hochfrankengymnasium in Naila entstand und 31 Objekte des Museums lebendig macht. Mit seiner einzigartigen Sammlung und dem historischen Gebäude ist das Ägyptische Museum ein unverzichtbarer Ort für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte in Leipzig.