Hammerschmiede
Highlights
- Die Hammerschmiede in Kassel-Rothenditmold zeigt Kunstobjekte aus Schrott, die als *Object trouvé* neu interpretiert werden.
- 2025 präsentiert die Ausstellung ‚Körper und Zeichen‘ Skulpturen von Hildegard Jaekel und Ruth Lahrmann neben Tuschen von Fritz Röbbing.
- Die Sammlung umfasst auch Verpackungsdesigns aus 45 Jahren Fotobuchpublizistik des Landes und künstlerische Netzwerk-Korrespondenzen.
Tipps
- Die Ausstellung zeigt eine Sammlung von Verpackungsgestaltungen, die durch ihre künstlerische Aufbereitung als Teil der Objektkunst präsentiert werden.
- Besucher können die Wechselwirkung zwischen Alltagsgegenständen und künstlerischer Interpretation durch die Transposition von Schrott in einen Ausstellungskontext nachvollziehen.
- Die aktuelle Ausstellung verbindet körperhafte Skulpturen mit zeichnerischen Arbeiten und thematisiert Übergänge zwischen Traum und Realität.
Eigenschaften
Kultur & Geschichte in Hammerschmiede Kassel-Rothenditmold
Die Hammerschmiede in Kassel-Rothenditmold ist ein faszinierender Ort, an dem Tradition und zeitgenössische Kunst aufeinandertreffen. Ursprünglich als industrieller Betrieb konzipiert, hat sich der Standort zu einem lebendigen Kultur- und Ausstellungsraum entwickelt. Die Hammerschmiede vereint handwerkliche Geschichte mit moderner Kunstszene und bietet Besuchern eine einzigartige Perspektive auf die Transformation von Alltagsgegenständen zu künstlerischen Objekten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Sammlung von Verpackungsgestaltungen, die über Jahrzehnte hinweg gewachsen ist. Aus dem Kontext eines Schrottplatzes herausgeholt, werden die Objekte hier als Teil der Tradition des *Object trouvé* präsentiert. Diese Praxis der „gefundenen Objekte“ – oft als scheinbar wertlos eingestuft – wird in der Hammerschmiede zu einer künstlerischen Aussage umgedeutet. Die Ausstellungskontexte verändern die Wahrnehmung und zeigen, wie Alltagsmaterialien durch künstlerische Intervention neue Bedeutungen erhalten.
Die Ausstellungen der Hammerschmiede spiegeln vielfältige künstlerische Ansätze wider. So wurden etwa Werke von Hildegard Jaekel, Ruth Lahrmann und Fritz Röbbing gezeigt, die sich mit körperhaften Objekten, Tuschen und skulpturalen Elementen auseinandersetzen. Die Präsentationen verbinden dabei oft abstrakte Formen mit narrativen Bezügen, etwa durch Collagen oder digitale Medien wie das Kaoss-Pad oder Tenori-On. Solche Arbeiten reflektieren mikrohistorische Erzählungen und verknüpfen sie mit den Netzwerken der Moderne.
Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, historische und zeitgenössische Schichten zu überlagern. Die Hammerschmiede dient dabei nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Ort der Reflexion über Materialität, Handwerk und künstlerische Prozesse. Die Wechselwirkung zwischen Industriegeschichte und künstlerischer Experimentierfreude macht den Standort zu einem besonderen Anlaufpunkt für Kulturinteressierte, die über den Tellerrand des Gewohnten blicken möchten.
Ob als Ort der Entdeckung verborgenen Potenzials in Alltagsgegenständen oder als Plattform für aktuelle Kunstprojekte – die Hammerschmiede in Kassel-Rothenditmold lädt ein, den Blick für das Ungewöhnliche zu schärfen. Die Kombination aus handwerklicher Tradition und avantgardistischer Kunst schafft eine einzigartige Atmosphäre, die Besucher zum Verweilen und Nachdenken anregt.