St. Jodok (Haunswies)
Highlights
- Die katholische Wallfahrtskirche St. Jodok in Affing wurde um 1680 erbaut und ist ein geschütztes Baudenkmal.
- Die Kirche verfügt über einen Saalbau mit dreiseitigem Chor, Turm mit Zwiebelhaube und Fresken aus dem Jahr 1793.
- 1972 wurden alle Altarfiguren gestohlen, nur die Deckenfresken und einige Kreuzwegtafeln blieben erhalten.
Tipps
- Parken ist in Haunswies möglich, da es direkt bei der Kirche keine guten Stellplätze gibt. Zu Fuß oder mit dem Bus lässt sich der Ort gut erreichen.
- Die barocken Fresken im Innenrauch, darunter Szenen aus dem Leben des heiligen Jodok, sind sehenswert und stammen vermutlich von Johann Baptist Anwander aus dem Jahr 1793.
Eigenschaften
Über St. Jodok (Haunswies)
Die katholische Wallfahrtskirche St. Jodok befindet sich im Gemeindeteil Haunswies der Stadt Affing im Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern. Sie steht an der Straße nach Igenhausen und ist sowohl ein sakraler als auch ein architektonisch bedeutender Ort. Die Kirche gilt als Baudenkmal und wurde vermutlich um das Jahr 1680 erbaut. Ursprünglich soll an dieser Stelle eine Pilgerherberge bestanden haben, bevor Wirtsleute aus Haunswies nach einer persönlichen Gelübde eine Kirche errichteten.
Der Kirchenbau besteht aus einem flachgedeckten Saalbau mit einem dreiseitig geschlossenen Chor und einem östlich angebrachten Turm, der mit einer charakteristischen Zwiebelhaube versehen ist. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert. So entstand 1689 eine Hofkapelle, um den Gottesdienst auch im Freien abhalten zu können, da viele Pilger die Kirche überfüllten. In der Folgezeit wurden der Hochaltar sowie weitere Ausstattungsgegenstände geschaffen, darunter Fresken aus dem späten 18. Jahrhundert, die dem Künstler Johann Baptist Anwander zugeschrieben werden.
Die Kirche erlebte im 20. Jahrhundert mehrere einschneidende Ereignisse. Nachdem das angeschlossene Mesnerhaus in den 1960er Jahren abgerissen wurde, wurde der Kirchenraum um zwei Meter nach Westen erweitert. Gleichzeitig wurde der Eingang verlegt und die Hofkapelle abgetragen. In den 1970er Jahren wurde die Kirche Opfer von Einbrüchen, bei denen wertvolle Altarfiguren und Bilder gestohlen wurden. Lediglich die Deckenfresken blieben erhalten. Neue Altarbilder stammen aus dem Jahr 1996 und wurden von der Künstlerin Eva Schickinger geschaffen.
Heute ist der Zugang zur Kirche aus baulichen Gründen gesperrt. Aufgrund von Schäden am Dachstuhl, Rissen im Mauerwerk und einer Neigung des Turms wurde ein Behelfsdach errichtet, und Sanierungsarbeiten sind im Gange. Die Wallfahrtskirche bleibt damit vorerst nur von außen zugänglich, was jedoch bereits aus der Ferne einen beeindruckenden Eindruck vermittelt. Eine Infotafel vor Ort informiert über die Geschichte des Gebäudes.
St. Jodok in Haunswies ist ein Zeugnis ländlicher Frömmigkeit und bayerischer Sakralarchitektur. Trotz eingeschränkter Zugänglichkeit zählt sie zu den kulturell bedeutsamen Kirchen im Landkreis Aichach-Friedberg. Die Wallfahrtsgeschichte sowie die kunsthistorischen Ausstattungsstücke machen sie zu einem bemerkenswerten Beispiel barocker Kirchenbaukunst in Schwaben.