Kriegerdenkmal Affinghausen
Highlights
- Das Kriegerdenkmal in Affinghausen erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
- Es sind insgesamt 34 Soldaten aus Affinghausen verzeichnet, die im Krieg starben.
- Das Denkmal wurde 2013 saniert und trägt die Namen der Kriegstoten mit Todesdatum und Ort.
Tipps
- Das Ehrenmal ist im Ortsteil Affinghausen gut sichtbar in der Nähe des Gemeindehauses aufgestellt.
- Die Inschrift nennt Namen, Todesdaten und Einsatzorte der gefallenen Soldaten beider Weltkriege.
- Ein Besuch lohnt sich besonders zur Gedenkfeier am Volkstrauertag, der jährlich stattfindet.
Eigenschaften
Über Kriegerdenkmal Affinghausen
Das Kriegerdenkmal Affinghausen erinnert an die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkriegs aus der Gemeinde Affinghausen im niedersächsischen Landkreis Diepholz. Es trägt die Inschrift „Es starben den Tod fürs Vaterland“ und listet namentlich die Bewohner des Ortes auf, die während der Kämpfe des Jahres 1914 bis 1918 ihr Leben verloren. Die Niederschrift der Namen erfolgte zuletzt am 11. November 2009 und umfasst Angaben zu Todesdatum, Ort des Ablebens sowie zusätzlichen Bemerkungen zu einzelnen Personen.
Unter den 35 namentlich verzeichneten Kriegstoten finden sich sowohl Einträge mit dem Vermerk „im Westen“ als auch „im Osten“, was auf die unterschiedlichen Kriegsschauplätze hinweist, an denen die Soldaten ihr Leben ließen. Einige der Verstorbenen kamen in Lazaretten um, andere fielen in Gefangenschaft oder wurden als vermisst gemeldet. Die Vielzahl der Todesdaten reicht von den ersten Kriegsjahren bis kurz vor Kriegsende, wobei besonders auffallend ist, dass mehrere Personen noch im Jahr 1918 fielen – darunter auch am Kriegsende noch im November und Dezember.
Das Denkmal steht als zentrales Kulturdenkmal im Ort und dokumentiert den Verlust, den der Erste Weltkrieg für die kleine Gemeinde bedeutete. Neben der Erinnerung an die Kriegstoten dient es auch der Bewahrung der lokalen Geschichte. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit Informationen über das Ehrenmal veröffentlicht und setzt sich für dessen Pflege ein, wie unter anderem durch eine Sanierung im Jahr 2013 dokumentiert wird. Die öffentliche Zugänglichkeit der Niederschrift der Namen ermöglicht Einblicke in die Familiengeschichte des Ortes sowie die regionalen Auswirkungen des Krieges.
Die Darstellung der Kriegsopfer erfolgt sachlich und ehrend, ohne ideologische oder heroisierende Züge. Das Kriegerdenkmal Affinghausen ist somit ein stilles Zeugnis der Kriegsfolgen auf der Dorfebene und Teil der kulturellen Erinnerungskultur der Region. Es steht in der Tradition vieler ländlicher Gedenkstätten in Niedersachsen, die den Verlust von Dorfbewohnern in nationalen Konflikten sichtbar machen.