Heilige Dreifaltigkeit
Highlights
- Die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Kollnburg ist eine barocke Saalkirche aus dem Jahr 1676.
- Sie zeigt ein gotisches und ein barockes Bild der Heiligen Dreifaltigkeit sowie spätgotische und barocke Altäre.
- Die Kirche ist unter Denkmalschutz gestellt und gehört zum Dekanat Deggendorf-Viechtach im Bistum Regensburg.
Tipps
- Die barocke Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Kollnburg wurde 1676 erbaut und verfügt über einen auffälligen Chorturm mit Zwiebelhaube.
- Der Innenraum beherbergt wertvolle Altäre aus dem 17. Jahrhundert sowie eine historische Orgel von 1905.
- Die Kirche liegt zentral im Ort und bietet einen schönen Blick über die Dächer von Kollnburg.
Eigenschaften
Über Heilige Dreifaltigkeit
Die römisch-katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit befindet sich in Kollnburg im Landkreis Regen in Bayern. Sie ist eines der Sakralbauten im niederbayerischen Raum und zählt zu den barocken Saalkirchen, deren Ursprünge bis ins späte Mittelalter zurückreichen. Die heutige Kirche entstand im Zuge mehrerer Bau- und Umbauabschnitte, wobei der älteste Teil auf das späte 17. Jahrhundert datiert. Später wurde das Gebäude erweitert, um den liturgischen und seelsorgerischen Anforderungen gerecht zu werden.
Der Kirchenbau besteht aus einem Langhaus sowie einem Chorturm quadratischen Grundrisses im Süden, der einen eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluss umgibt. Auf dem achteckigen Obergeschoss des Turms ruht eine charakteristische Zwiebelhaube. Die Architektur spiegelt sowohl den barocken Stil des 17. Jahrhunderts als auch die Erweiterungen des 19. Jahrhunderts wider. Besonders bemerkenswert ist die Innenausstattung: Der Hochaltar aus dem Jahr 1676 wurde stilistisch auf die beiden Seitenaltäre abgestimmt. Auffallend ist die doppelte Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit – einerseits in einer spätgotischen Schnitzgruppe an der Orgel, andererseits in einer barocken Nachbildung im Hauptteil des Hochaltars. Dargestellt werden drei gekrönte bärtige Gestalten, die sowohl als Heilige Drei Könige als auch als Darstellung der drei göttlichen Personen interpretiert werden können. Weitere Figuren am Hochaltar sind der hl. Johannes der Täufer und der heilige Bartholomäus. Die Seitenaltäre zeigen die Verkündigung und eine Kreuzigungsgruppe.
Die Kirche verfügt über eine Empore mit einer Orgel, die im Jahr 1905 von Ludwig Edenhofer junior erbaut wurde. Diese Orgel ist ein weiteres klangliches und kunsthistorisches Zeugnis der technischen und stilistischen Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert. Die Kirche ist zudem unter der Denkmalnummer D-2-76-128-1 in der Liste der Baudenkmäler in Kollnburg verzeichnet und gehört somit zum kulturellen Erbe der Region. Sie steht im kirchlichen Leben der Gemeinde im Dekanat Deggendorf-Viechtach des Bistums Regensburg im Zentrum und wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Entwicklung der Burg Kollnburg und der Familie Ortner von Orth verbunden, die maßgeblich an der Gestaltung des barocken Kirchenkerns beteiligt waren. Auch die frühere Schlosskapelle, die im Zuge eines Gewitters im Jahr 1678 teilweise einstürzte, ging in den heutigen Kirchenbau ein. Einige historische Elemente wie das gotische hölzerne Dreifaltigkeitsbild aus dem 14. Jahrhundert sind heute im Pfarrhof zu sehen. Die Kirche steht damit nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Zeugnis regionaler Geschichte und Architektur in Kollnburg.