Denkmal/Gedenkstätte

Schloss Deufringen

Schloßhof 19, 71134 Aidlingen-Deufringen

Highlights

  • Schloss Deufringen wurde 1592 von Heinrich Schickhardt erbaut und war Stammsitz der Familie Gültlingen.
  • Das Schloss beherbergte bis 1976 die evangelische Gemeinde und dient heute als Bürgerhaus der Gemeinde Aidlingen.
  • Ein angeblicher Schlossgeist soll auf einen Mord im Jahr 1600 durch Jakob von Gültlingen zurückgehen.

Tipps

  • Das Schloss ist barrierefrei und eignet sich für Veranstaltungen.
  • Ein kleiner Parkplatz befindet sich direkt auf der Hauptstraße.
  • Geschichtsinteressierte finden den Schlossgeist und die Morde aus dem Jahr 1600 bemerkenswert.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Kulturell Ganzjährig

Über Schloss Deufringen

Das Schloss Deufringen befindet sich im Ortsteil Deufringen der Gemeinde Aidlingen im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg. Es zählt zu den kulturhistorisch bedeutsamen Bauten der Region und wird heute von der Gemeinde als Bürgerhaus genutzt. Ursprünglich als Schloss Gültingen errichtet, steht das Gebäude unter Denkmalschutz und zeugt noch heute von seiner bäuerlichen Adelsgeschichte sowie den verschiedenen Nutzungsschichten im Laufe der Jahrhunderte.

Der heutige Schlossbau entstand im späten 16. Jahrhundert unter Beteiligung des Baumeisters Heinrich Schickhardt. Es handelte sich um ein repräsentatives Wohnhaus mit Treppenturm und drei Stockwerken, wobei das Obergeschoss als Fachwerkbau ausgeführt wurde. Das Adelsgeschlecht der Gültlinger besaß das Lehen über mehrere Jahrhunderte und nutzte das Schloss als Stammsitz. Im Zuge wechselnder Besitzer im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude zunächst als Pastorat umgenutzt und später von der evangelischen Gemeinde übernommen.

1977 kaufte die Gemeinde Aidlingen das Schloss und plante ursprünglich, es als neues Rathaus zu nutzen. Aufgrund des Bestandsschutzes des bereits vorhandenen Rathauses wurde daraus ein Bürgerhaus entwickelt. Heute dient das Schloss als Veranstaltungsraum und Kulturort. Der Gewölbekeller wird gelegentlich für Jazzkonzerte genutzt. Das Gebäude ist barrierefrei zugänglich und verfügt über einen kleinen Parkplatz direkt an der Hauptstraße.

Eine Sage rankt sich um den sogenannten Schlossgeist: Im frühen 17. Jahrhundert kam es angeblich zu einem tragischen Irrtum. Jakob von Gültlingen durchbohrte in der Nacht seinen Freund Konrad von Degenfeld, den er fälschlicherweise für ein Gespenst hielt. Der Vorfall führte kurze Zeit später zur Hinrichtung von Jakob auf Anordnung des damaligen Herzogs.

Mit einer Bewertung von 4,40 von 5 Sternen bei über 240 Bewertungen zählt das Schloss zu den gut bewerteten Kultur-POIs im Landkreis Böblingen. Besucher loben die architektonische Gestaltung, die ruhige Lage im Ortsteil Deufringen sowie die Nutzung des Schlosses für kulturelle Veranstaltungen.

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