Kulturhaus Todtnau E.v.
Highlights
- Das Bürstenmuseum Todtnau zeigt die Geschichte der lokalen Bürstenindustrie von 1770 bis heute.
- Karl Ludwig Nessler, Erfinder der Dauerwelle, wurde in Todtnau geboren und prägte die Friseurwelt.
- Das Museum ist mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen auf Anfrage.
Tipps
- Das Bürstenmuseum in Todtnau bietet kostenlose Eintritte und zeigt die Geschichte der regionalen Bürstenherstellung von 1770 bis heute.
- Führungen durch erfahrene Guides, darunter ehemalige Bürstenmacher, bieten anschauliche Einblicke in die Tradition und Technik des Handwerks.
- Im Obergeschoss ist eine Dauerwellen-Ausstellung zum Leben und Werk von Karl Ludwig Nessler zu sehen, Erfinder der Dauerwelle.
Eigenschaften
Über Kulturhaus Todtnau E.v.
Das Kulturhaus Todtnau e.V. beherbergt in der Gemeinde Todtnau im südbadischen Schwarzwald ein Museum für Lokalgeschichte mit Schwerpunkt auf der regionalen Bürstenindustrie. Das Bürstenmuseum erstreckt sich über zwei Etagen und dokumentiert die Entwicklung vom handwerklichen Ursprung bis zur industriellen Fertigung. Im Mittelpunkt steht die Geschichte, die mit Leodegar Thoma ihren Anfang nimmt, einem Müllergesellen, der aus Neugier eine Bürste zerlegte und daraus den sogenannten „Mühlewisch“ entwickelte – die erste eigene Bürste, die den Grundstein für eine ganze Industrie legte.
Eine zentrale Rolle in der Ausstellung spielt Karl Ludwig Nessler, in Todtnau geborener Erfinder der Dauerwelle. Seine Lebensgeschichte und technischen Innovationen werden in einer eigenen Dauerausstellung im Obergeschoss dargestellt. Die Sammlung zeigt nicht nur private und berufliche Stationen, sondern auch die weltweite Auswirkung seiner Erfindung auf die Friseur- und Kosmetikbranche. Die Exponate umfassen historische Geräte, Zeichnungen, Dokumente sowie private Erinnerungsstücke, die Einblicke in die Entwicklung und Verbreitung der Dauerwelle geben.
Die Führung durch das Museum wird häufig von Personen geleitet, die selbst in der Bürstenherstellung ausgebildet wurden und über umfangreiche praktische Erfahrung verfügen. Besucher berichten von informativen und anschaulichen Erklärungen, begleitet von originalen Maschinen, die zur Bürstenfertigung genutzt wurden. Neben den Exponaten gibt es auch einen kleinen Shop, in dem regionale Produkte und Erinnerungsstücke erworben werden können.
Ein besonderes Angebot des Kulturhauses sind die sogenannten „Museums Blättle“, eine zweimal jährlich erscheinende Publikation, die sich mit verschiedenen Aspekten der Todtnauer Bürstenindustrie beschäftigt. Die Broschüren liefern Hintergrundwissen zu Firmengeschichten, Persönlichkeiten und technischen Entwicklungen und können kostenlos vor Ort entnommen werden.
Das Kulturhaus wird durch ehrenamtliches Engagement getragen. Mitgliedschaften in unterschiedlichen Kategorien unterstützen die Arbeit des Vereins und ermöglichen die Pflege der Sammlung sowie die Fortführung der Ausstellungen. Die Räumlichkeiten sind barrierearm zugänglich und laden zu einem informativen Besuch ein, der sowohl für Interessierte an Handwerkskultur als auch für Personen mit Bezug zur regionalen Geschichte von Bedeutung ist.