Kunsthalle Hochschwarzwald
Highlights
- Die Kunsthalle Hochschwarzwald zeigt ab 2026 über 200 limitierte Originale zeitgenössischer Künstler wie Vasarely oder Breidinger Spohr.
- Das Gebäude nutzt historische Räume der 1940er-Jahre, darunter Umkleiden und Versammlungssaal der Bergbau-Gewerkschaft Finstergrund.
- Eigene Räume widmen sich der Schweizer *Weizer Konkreten Kunst* (Bill, Lohse, Loewensberg) als prägende Bewegung der 1970er.
Eigenschaften
Kunsthalle Hochschwarzwald – Kulturgalerie in Wieden
Die Kunsthalle Hochschwarzwald in Wieden ist ein lebendiges Zentrum zeitgenössischer Kunst, das mit einer einzigartigen Sammlung und wechselnden Ausstellungen Besucher aus nah und fern anzieht. Im Fokus stehen vor allem Originale namhafter Künstler, die in limitierter Auflage und handsigniert präsentiert werden. Diese Werke – von ikonischen Motiven bis zu provokanten Botschaften – machen die Besonderheit der Ausstellung aus: Es ist nicht nur die einmalige Ausführung, sondern das direkte Erleben eines vom Künstler persönlich signierten Originals, das die Werke so wertvoll und emotional wirksam macht.
Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zur Op-Art, vertreten durch den Pionier Viktor Vasarely, dessen optisch faszinierende Werke die Grenzen zwischen Kunst und Wahrnehmung neu definieren. Daneben zeigt die Kunsthalle das umfangreiche Schaffen der deutschen Künstlerin Hanna Breidinger Spohr, deren rund 600 Holz- und Linolschnitte aus fast fünf Jahrzehnten ein faszinierendes Oeuvre zeitgenössischer Grafik bilden. Ein eigener Raum widmet sich zudem der Weizer Konkreten Kunst, einer Bewegung, die in den 1970er Jahren von Künstlern wie Richard Paul Lohse, Verena Loewensberg und Max Bill geprägt wurde – eine Hommage an die Schweizer Avantgarde, deren Werke bereits in renommierten Institutionen wie dem Kunsthaus Zürich oder der Fondation Beyeler gezeigt wurden.
Das architektonische Umfeld der Kunsthalle ist ebenso spannend wie die Exponate: Das Gebäude entstand in den 1940er Jahren als Verwaltungsbau der Bergbau-Gewerkschaft Finstergrund und trägt noch heute Zeugnisse dieser Zeit in sich – etwa die originalen Umkleiden, Duschen oder den Versammlungssaal. Historische Recherchen deuten darauf hin, dass Teile des Gebäudes auch von Kriegsgefangenen errichtet wurden, die in Baracken auf dem Gelände untergebracht waren. Diese Verbindung von Industriegeschichte und künstlerischem Schaffen schafft einen einzigartigen Kontext, der die Ausstellungen bereichert.
Ein besonderer Charme der Kunsthalle liegt in ihrer Zugänglichkeit: Die ausgestellten Werke sowie Teile der Sammlung sind nicht zum Verkauf bestimmt, sondern sollen als kulturelles Erbe bewundert werden. Damit richtet sich die Institution nicht nur an Kenner, sondern an alle, die sich für die Vielfalt zeitgenössischer Kunst begeistern – von experimentellen Ansätzen bis zu klassischen Meisterwerken. Die Kunsthalle Hochschwarzwald beweist damit, dass Kunst kein Luxusgut ist, sondern ein Erlebnis für alle, das Neugier weckt und zum Nachdenken anregt.