Galerie

Kleine Humboldt Galerie e.V.

Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Highlights

  • Seit 1978 als Kunstgalerie aktiv, zeigt die KHG Werke nicht-europäischer Künstler:innen und zeithistorische Ausstellungen.
  • Studentische Initiative seit 2009: Kuratorische Projekte entstehen durch Studierende aller Berliner Hochschulen.
  • Ausstellungen wie ‚Desire Paths‘ oder ‚things we meet in the dark‘ thematisieren gesellschaftliche Fragen kritisch.

Tipps

  • Die aktuelle Gruppenausstellung thematisiert das Monströse in sieben künstlerischen Positionen und bietet Einblicke in unterschiedliche Interpretationen des Begriffs.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern den Besuch der Galerie ohne Hindernisse, inklusive rollstuhlgerechter Wege und ggf. angepasster Ausstellungsbereiche.
  • Die Ausstellung wird von Studierenden der Berliner Hochschulen organisiert und zeigt experimentelle kuratorische Ansätze sowie zeitgenössische Kunstformate.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Kleine Humboldt Galerie Berlin

Die Kleine Humboldt Galerie e.V. in Berlin ist eine lebendige Plattform für zeitgenössische Kunst und kuratorische Experimente, die seit ihrer Gründung 1978 eine einzigartige Verbindung von künstlerischem Schaffen und akademischer Auseinandersetzung verkörpert. Ursprünglich von Mitarbeiter:innen des Rechenzentrums der Humboldt-Universität zu Berlin und lokalen Künstler:innen ins Leben gerufen, entwickelte sich die Galerie zu einem Ort, der nicht nur Werke europäischer, sondern auch nicht-europäischer Künstler:innen präsentierte. Über die Jahrzehnte hinweg spiegelte sie dabei sowohl historische als auch zeitgenössische Strömungen wider – von universitätsbezogenen Projekten bis hin zu stadtgeschichtlichen Ausstellungen.

Seit 2009 wird die KHG als studentische Initiative geführt und bietet Studierenden aller Berliner Hochschulen die Möglichkeit, unter freier kuratorischer Leitung eigene Projekte zu realisieren. Das Kollektiv fördert vielfältige Formate, von Gruppenausstellungen bis zu experimentellen Vermittlungsformaten, und ermöglicht es Nachwuchskünstler:innen, ihre Ideen in einem öffentlichen Kontext zu erproben. Die Ausstellungen greifen dabei gesellschaftliche und kulturelle Themen auf – etwa in der aktuellen Schau Desire Paths, die sich mit Spuren von Sehnsucht und der (Neu-)Gestaltung von Räumen auseinandersetzt. Durch partizipative Ansätze wird das Publikum eingeladen, eigene Perspektiven einzubringen und die Ausstellung kritisch zu reflektieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung zwischen Kunst, Wissenschaft und urbanem Raum. Die Galerie verbindet dabei die Tradition der Humboldt-Universität mit dem pulsierenden Kunstleben Berlins und zeigt, wie künstlerische Positionen gesellschaftliche Diskurse anregen können. Aktuelle Ausstellungen wie things we meet in the dark unter der Leitung von Nike Meiners und Pia Spengler erkunden beispielsweise das Thema des Monströsen und seiner Facetten – ein Beispiel für die vielschichtige Auseinandersetzung mit kulturellen und philosophischen Fragestellungen. Die KHG versteht sich damit nicht nur als Ausstellungsort, sondern als Ort des Dialogs und der künstlerischen Innovation.

Die Arbeit der Galerie ist geprägt von einer offenen, kollaborativen Haltung, die Studierende, Künstler:innen und Besucher:innen einbindet. Durch die Verbindung von akademischer Freiheit und öffentlicher Präsenz entsteht ein Raum, der sowohl künstlerische Experimente als auch gesellschaftliche Reflexion ermöglicht. Die KHG bleibt damit ein zentraler Akteur im Berliner Kunstbetrieb – ein Ort, an dem Ideen entstehen, diskutiert und neu gedacht werden.

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