Glockenturm
Highlights
- Der Glockenturm von Thranenweier ist ein freistehendes Glaubenszeugnis in einer Exklave des Pastoralen Raumes Bernkastel-Kues.
- Er wurde 1953 erbaut und 1997 erneuert, läutet bei Gottesdiensten, Silvester und Todesfällen.
- Seit 2022 gehört Thranenweier zur Pfarrei Vierzehnheilige Morbach, die jährlich eine Wanderung und Messe vor Ort abhält.
Tipps
- Der Glockenturm in Thranenweier läutet bei besonderen Anlässen wie Gottesdiensten, Silvester oder Todesfällen eines Einwohners.
- Der Turm ist ein sichtbares Glaubenszeugnis und steht seit 1953 als Holzkonstruktion mit Schieferdach in der Exklave des Pastoralen Raumes.
- Jährlich im September findet eine Wanderung mit anschließender Messe am Glockenturm statt, organisiert von der Pfarrei Vierzehnheilige Morbach.
Eigenschaften
Über Glockenturm
Der Glockenturm von Thranenweier ist ein freistehendes Glaubenszeugnis im südlichen Teil des Landkreises Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Gelegen im kleinen Weiler Thranenweier, der zur Ortsgemeinde Börfink gehört, gilt der Turm als Wahrzeichen der Siedlung und ist kirchenrechtlich mit der Pfarrei verbunden, die ursprünglich zur Pfarrei St. Laurentius Morscheid-Riedenburg gehörte. Seit Anfang des Jahres 2022 erfolgt die seelsorgerische Betreuung durch die neu gegründete Pfarrei Vierzehnheilige Morbach.
Der Turm wurde erstmals im Jahr 1953 errichtet und stand ursprünglich neben dem Gasthaus Düpre, wo in Ermangelung einer Kirche oder Kapelle katholische Gottesdienste stattfanden. Nach dem Abriss des Gasthauses wurde der Glockenturm 1997 durch Eigenleistungen und Spenden vollständig erneuert. Die Holzkonstruktion ist schiefergedeckt und wird von einem Wetterhahn gekrönt. Bis heute läutet die Glocke zu bestimmten Anlässen: bei Gottesdiensten, zum Jahresschluss an Silvester sowie im Todesfall eines Einwohners von Thranenweier.
Obwohl es im Ortsteil weder eine Kirche noch eine Kapelle gibt, fungiert der Glockenturm als symbolischer Ort des Glaubens. Jährlich pflegt die Pfarrei Vierzehnheilige Morbach mit einer Wanderung im September den Kontakt zur „Exklave“. Anschließend wird vor Ort ein Freiluftgottesdienst abgehalten, zu dem die Glocke ruft. Diese Tradition unterstreicht die besondere Verbindung zwischen der Pfarrei und der kleinen Siedlung, die trotz ihrer abgelegenen Lage weiterhin Bestandteil der kirchlichen Gemeinschaft bleibt.
Der Glockenturm steht in einer landschaftlich reizvollen Region, umgeben von der typischen Moorlandschaft des Hunsrück-Hochwald-Nationalparks. Die nähere Umgebung lädt zu Wanderungen durch die Natur ein, wobei Thranenweier als Ausgangspunkt für verschiedene Rundwege dient. Die Kombination aus kulturellem Erbe, lebendiger Glaubenspraxis und der ruhigen, naturnahen Lage macht den Glockenturm zu einem bemerkenswerten Denkmal in der Region.