Gräbendorfer See
Highlights
- Der Gräbendorfer See ist ein 457 Hektar großer, rekultivierter Tagebausee im brandenburgischen Lausitzer Seenland.
- Die Flutung des Sees wurde 2007 abgeschlossen, er ist seitdem vollständig nutzbar und einer der wenigen mit guter Badewasserqualität.
- Östlich von Laasow entsteht aktuell ein Projekt mit schwimmenden Häusern am Seeufer.
Tipps
- Radweg rund um den See bietet gute Erkundungsmöglichkeiten, auch bei Regen.
- Wasserqualität ist hoch, See selten überlaufen, ideal für entspannte Badetage.
- Zeltplätze vorhanden, klein und ruhig, passend für gemütliche Naturerlebnisse.
Eigenschaften
Über Gräbendorfer See
Der Gräbendorfer See liegt im brandenburgischen Ort Laasow im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und zählt zu den größten rekultivierten Tagebauseen des Lausitzer Seenlandes. Mit einer Fläche von rund 457 Hektar entstand der See aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Gräbendorf, dessen Flutung in mehreren Jahren durch Wasser aus der Spree erfolgte. Damit ist der See einer der nördlichsten Gewässer im jüngeren Teil des Lausitzer Seenlandes und gilt als vollständig nutzbar. Die Landschaft des Sees ist geprägt durch eine Mischung aus moderner Freizeitnutzung und naturnahen Bereichen, wobei insbesondere das Ostufer in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist.
Ein asphaltierter Rundweg mit einer Länge von etwa 9,4 Kilometern umschließt den See und lädt zu Fußwanderungen, Radtouren oder Spaziergängen mit Inline-Skates ein. Die Wanderstrecke verläuft größtenteils auf festem Untergrund, was sie auch bei schlechterem Wetter begehbar hält. Einige Abschnitte führen durch landschaftlich reizvolle Gebiete und bieten Ausblicke auf das Wasser sowie auf die angrenzenden Wälder und Wiesen. Am östlichen Ufer befindet sich zudem eine Insel, die als Teil eines europäischen Vogelschutzgebietes unter Naturschutz steht und somit eine bedeutende Rolle für die regionale Biodiversität spielt.
Der See wird vielfach als Badesee genutzt, wobei das Nordwestufer zwischen Laasow und Wüstenhain eine offizielle Badestelle aufweist. Die Wasserqualität gilt als gut, was den See zu einer der wenigen Stellen im Lausitzer Seenland mit vergleichsweise neutralen pH-Werten macht. Neben dem Baden gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten in der Nähe sowie kleinere Zeltplätze, die aufgrund ihrer überschaubaren Größe eine ruhige Atmosphäre bieten. Besonders hervorzuheben ist das künstlerische Projekt des Aktionskünstlers Ben Wagin, der entlang des Südufers Installationen realisiert hat.
Ein besonderes Projekt am Gräbendorfer See ist die Entwicklung von „Schwimmenden Häusern“ im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land. Direkt östlich von Laasow entstand hier eine schwimmende Siedlung, deren Außenanlagen bereits realisiert wurden. 2006 wurde am See eine schwimmende Tauchschule eröffnet, die heute von den „Flossenfreunden Laasow“ betrieben wird. Diese Einrichtung unterstreicht die Bedeutung des Sees als moderner Freizeit- und Bildungsstandort in der Region.