Denkmal/Gedenkstätte

Apelstein Nr. 26

Antonienstraße 24, 04177 Plagwitz

Highlights

  • Apelstein Nr. 26 erinnert an die Schlacht bei Wachau (16. Jahrhundert) und markiert den Standort verbündeter Truppen in Spanien.
  • Der Stein wurde 1860 von Theodor Apel als Teil von 44 historischen Gedenksteinen im Leipziger Umland errichtet – später ergänzt bis 2000.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Apelstein 26 Plagwitz

Der Apelstein Nr. 26 in Plagwitz zählt zu den historischen Gedenksteinen, die der Leipziger Unternehmer und Mäzen Theodor Apel in den 1860er Jahren im Umland von Leipzig errichten ließ. Apel finanzierte die Steine aus eigenen Mitteln sowie durch Spenden, um an bedeutende Schlachten und historische Ereignisse der Region zu erinnern. Nach seinem Tod wurden noch sechs weitere Steine hinzugefügt, darunter einer im Jahr 2000 – ein Zeichen für die anhaltende Wertschätzung dieser Gedenkstätten.

Der Apelstein Nr. 26 ist Teil eines Netzwerks von insgesamt 50 Steinen, die Apel im heutigen Leipzig und den angrenzenden Gebieten aufstellen ließ. Die Inschrift am Stein verweist auf die Verbündeten und die Bedeutung des Schlachtfelds für die regionale Geschichte. Besonders prägend war die Zeit der Befreiungskriege, die tief in der Identität der Region verwurzelt ist.

Die Apelsteine sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch Symbole für den Einsatz von Theodor Apel, der mit seiner Initiative das Bewusstsein für die lokale Geschichte stärken wollte. Der Stein in Plagwitz steht dabei im Kontext weiterer Gedenkorte wie dem Russisch-Preußischen Denkmal bei Großpösna oder Güldengossa, die ebenfalls an militärische Auseinandersetzungen erinnern. Diese Steine sind heute Teil eines lebendigen kulturellen Erbes, das von Vereinen wie dem Liebertwolkwitzer Vereins für lebendige Geschichte gepflegt wird.

Der Verein setzt sich seit Jahrzehnten für die Erforschung und Vermittlung der Ortsgeschichte ein, mit einem besonderen Fokus auf das Leben im 19. Jahrhundert und die Handwerkskultur der damaligen Zeit. Durch Führungen, Vorträge und Publikationen macht er historische Zusammenhänge für ein breites Publikum zugänglich – von Geschichtsinteressierten bis hin zu Kindern. Die Arbeit des Vereins zeigt, wie die Vergangenheit bis heute nachwirkt und wie lokale Denkmäler wie der Apelstein Nr. 26 als Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart dienen.

Für Besucher bietet der Apelstein Nr. 26 einen Einblick in die bewegte Geschichte Plagwitz’ und der umliegenden Regionen. Die Steine sind nicht nur Gedenkorte, sondern auch Mahnmale für die europäische Dimension historischer Konflikte. Durch Initiativen wie den Tag des Offenen Denkmals wird die Bedeutung dieser Stätten lebendig gehalten – ein Erbe, das Neugierige und Einheimische gleichermaßen anspricht und zum Verweilen einlädt.

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