Feuchtwiese Hansell
Tipps
- Das Naturschutzgebiet ist besonders für Laubfrösche, Amphibien und Libellen von Bedeutung – Beobachtungen sind dort möglich.
- Im Verbund mit anderen Feuchtwiesenschutzgebieten trägt das Areal zum europäischen Biotopverbundnetz bei.
- Pfeifengraswiesen und seltene Pflanzenarten wie das Breitblättrige Knabenkraut sind im Gebiet zu finden.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Feuchtwiese Hansell Altenberge
Das Naturschutzgebiet „Feuchtwiese Hansell“ liegt im nordrhein-westfälischen Altenberge im Kreis Steinfurt. Es erstreckt sich östlich des Ortskerns und nordöstlich der Bauerschaft Hansell. Das etwa 18 Hektar große Schutzgebiet ist Teil eines größeren ökologischen Netzwerks und zählt zu den besonders schutzwürdigen Feuchtwiesenlandschaften der Region. Umgeben ist es von Hecken, Gehölzen und Ackerflächen, wodurch ein vielfältiges und naturräumlich geprägtes Biotop entsteht.
Das Gebiet ist vor allem für seine landesweit bedeutsamen Grünlandkomplexe von großer Bedeutung. Diese Flächen tragen aufgrund ihrer spezifischen Vegetationsstrukturen maßgeblich zum europäischen Biotopverbundnetz bei. Ein zentraler Schwerpunkt des Naturschutzes ist die Erhaltung eines Feuchtwiesenbereichs, der Lebensraum für eine bedeutende Laubfroschpopulation sowie weitere Amphibien- und Libellenarten darstellt. Zahlreiche typische Pflanzenarten wie Sumpf-Weidenröschen, Breitblättriges Knabenkraut oder Teichlinse finden hier geeignete Lebensbedingungen.
Geologisch liegt das Naturschutzgebiet an der Grenze zwischen dem Altenberger Höhenrücken und der Reckenfelder Sandebene. Die Böden entstanden aus Wiesentonmergeln und Flugsandablagerungen und zeigen stellenweise feuchte, nährstoffarme Gley-Böden. Diese besonderen Bodenverhältnisse begünstigen eine artenreiche Vegetation und sorgen für kleinflächige Unterschiede im Feuchtigkeitsgehalt, die ein vielfältiges Pflanzenmosaik ermöglichen. Im Gebiet kommt es besonders nach starken Niederschlägen zu Überstauungen und zeitweiliger Oberflächenvernässung.
Weitere charakteristische Elemente des NSG sind flache, verlandende Tümpel, die noch Reste an Wasser- und Sumpfpflanzengesellschaften beherbergen und gleichzeitig wichtige Laich- und Lebensräume für Amphibien bieten. Im Norden grenzt das Gebiet an den Gröverbach, während im Nordwesten eine Ackerfläche anschließt. Die umliegenden Ufergehölze, Gebüsche und Streifen naturnaher Vegetation tragen zur landschaftlichen Vielfalt und zum Biotopverbund bei.
Das Schutzziel des Naturschutzgebietes umfasst langfristig die Erhaltung und Weiterentwicklung der charakteristischen Feuchtwiesenlandschaft sowie den Schutz des landschaftstypischen Wasser- und Nährstoffhaushalts. Dabei steht die Vermeidung von Eutrophierung und die Sicherung eines stabilen ökologischen Gleichgewichts im Vordergrund. Als Teil des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“ trägt das Gebiet zudem zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume und Arten von gemeinschaftlichem Interesse bei.