Kirche/Kloster

Kongregationssaal

Papst-Benedikt-Platz 5, 84503 Altötting

Tipps

  • Der Kongregationssaal in Altötting ist barock gestaltet und beherbergt einen kunstvollen Altar sowie Deckengemälde aus dem 19. Jahrhundert.
  • Der Saal befindet sich direkt neben der St. Magdalena-Kirche und ist nur im Sommer nach Ostern geöffnet.
  • Besucher finden eindrucksvolle barocke und rokokoinspirierte Kunstwerke sowie Figuren des hl. Antonius und Bruder Konrad.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kongregationssaal

Der Kongregationssaal in Altötting ist ein barockes Sakralgebäude mit tiefster kirchlicher und kultureller Bedeutung. Errichtet im Zuge der Ausweitung der St. Magdalena-Kirche, dient er seit seiner Vollendung den Mitgliedern der Marianischen Männerkongregation. Diese wurde bereits im späten 16. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet, um dem wachsenden Wallfahrtsbetrieb Rechnung zu tragen. Der Saal wurde später in den Jahren des 19. Jahrhunderts durch den Bau einer Hohlkehle erweitert und erhielt dabei wertvolle Deckenfresken im Rokokostil, die unter anderem die Himmelfahrt Mariä sowie die Heiligen Franziskus von Assisi und Ignatius von Loyola darstellen.

Der Innenraum des Kongregationssaals beeindruckt durch seine kunstvolle Ausstattung. Der barocke Hochaltar gilt als Meisterwerk der Goldschmiedekunst seiner Zeit und zeigt die Verkündigung der Menschwerdung Gottes durch den Erzengel Gabriel. An der Stirnwand des Saals thront eine Figur des heiligen Antonius von Padua, die besonders bei Pilgern beliebt ist und häufig mit Votivkerzen geschmückt wird. Ebenfalls bemerkenswert ist die Darstellung marianischer Lebenswerte in Form von acht rechteckigen Bildern, die den ursprünglichen Bestand des Saals bilden. Dazu zählt auch das Bild des Kurfürsten Maximilian, der sein Herz zu Füßen des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau in Altötting begraben wissen wollte – ein Ausdruck tiefer Frömmigkeit und Verbundenheit mit dem Wallfahrtsort.

Weitere kunstvolle Elemente im Saal sind die Werke des Künstlers Sebastian Brandstetter aus der Renovierung der 1980er Jahre, darunter eine Reihe von Putten mit Spruchbändern sowie das Bild des seligen P. Rupert. An den Seiten der Altarnische stehen die Figuren des heiligen Joseph und des seligen Bruders Konrad, der selbst langjähriges Mitglied der Altöttinger Kongregation war. Diese Figuren und Gemälde tragen maßgeblich zur sakralen Atmosphäre des Raumes bei und verdeutlichen die enge Verbindung zwischen Glauben, Geschichte und Kunst im Herzen des bayerischen Wallfahrtsortes.

Der Kongregationssaal befindet sich direkt neben der St. Magdalena-Kirche im Zentrum von Altötting und ist Teil des kulturellen und religiösen Lebens am Kapellplatz. Er ist nicht nur ein Zeugnis barocker Baukunst, sondern auch ein Ort der Andacht und Begegnung mit der reichen Wallfahrtstradition der Region. Aufgrund seiner geschichtlichen wie künstlerischen Bedeutung gehört er zu den lohnenswerten Kultur- und Ausflugszielen in Oberbayern.

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