Galerie

Die Bedürfnisanstalt

a, Bleickenallee 26a, 22763 Altona

Tipps

  • Das ehemalige Straßenbahnwärterhaus in der Bleickenallee beherbergt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
  • Künstlerpräsentationen wechseln alle zwei Wochen und bieten Einblicke in unterschiedliche Medien wie Malerei, Skulptur und Fotografie.
  • Ein kleiner, unkommerzieller Raum mit wechselnden Impressionen – ideal für spontane Kunsteindrücke in Altona.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Die Bedürfnisanstalt

Die Bedürfnisanstalt in Hamburg-Altona ist ein kleiner, nicht kommerzieller Ausstellungsraum, der von einer privaten Initiative kulturinteressierter Hamburger betrieben wird. Das Gebäude selbst hat eine besondere Geschichte: Es wurde 1928 vom Architekten Gustav Oelsner entworfen und diente ursprünglich als Wartehalle für die Straßenbahn sowie als öffentliche Toilette. Nach verschiedenen Nutzungsphasen wurde es 2008 durch einen Beschluss des Kulturausschusses der Bezirksversammlung Altona in einen Kulturraum umgewandelt. Seitdem wird es ehrenamtlich von einem engagierten Team betreut und bietet Platz für eine Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen.

Die Ausstellungstätigkeit ist geprägt von einem offenen Konzept: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Lesungen, Performances, Theater und Musik finden hier einen Raum zur Präsentation. Die Wechselausstellungen dauern in der Regel zwei Wochen und ermöglichen unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern, ihr Werk einem breiten Publikum zu zeigen. Thematisch ist das Programm vielfältig – von zeitgenössischen Bildern und Skulpturen über experimentelle Druckgrafik bis hin zu persönlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in Form von Installationen oder Performance.

Besucherinnen und Besucher loben die Vielseitigkeit und den individuellen Charakter der gezeigten Werke. So zeigen unterschiedliche Künstler wie die Hamburgerin Susanne Klaiber oder Tom Dieck von der Kunstinitiative Fleckeby ihre Arbeiten, darunter sowohl städtische Motive als auch Landschaften aus Norddeutschland. Die kuratierte Vielfalt reicht von Schmuck und Zeichnungen bis hin zu großformatigen Gemälden und interaktiven Projekten. Diese Offenheit trägt dazu bei, dass die Bedürfnisanstalt als lebendiger Ort der Begegnung und des Austauschs gilt.

Das Gebäude selbst, auch als Oelsner-Pavillon bekannt, ist ein kleines Backsteingebäude an der Kreuzung Bleickenallee/Hohenzollernring. Es repräsentiert nicht nur einen architektonischen Zeitzeugen aus der Zeit des Neuen Bauens, sondern auch ein Beispiel für die städtebauliche Entwicklung Altonas unter dem Einfluss von Gustav Oelsner. Nach seiner Emigration und Rückkehr aus der Türkei war Oelsner maßgeblich am Wiederaufbau Hamburgs beteiligt. Heute dient das Gebäude als kultureller Knotenpunkt im Stadtteil und verbindet Geschichte mit zeitgenössischer Kunst.

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