Galerie blankenese
Highlights
- 1968 gründete Ellen Peter mit ihrem ersten Ehemann Heinz Peter die ATELIER-GALERIE in Blankeneser Hauptstraße 70.
- Seit 1984 leitete Ellen Peter die Galerie gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Mario Sander in Blankeneser Hauptstraße 70.
Tipps
- Die Galerie zeigt Werke aus der Tradition der direkten Landschaftsmalerei, bei der Motive ohne vorbereitende Skizzen direkt vor Ort festgehalten werden.
- Besucher finden hier Ausstellungsstücke, die von historischen Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Klaus und Erika Mann bis zu künstlerischen Reisen nach Schweden reichen.
Eigenschaften
Kunstgalerie Blankeneser Galerie in Altona entdecken
Die Galerie blankenese in Altona ist eine der traditionsreichsten und künstlerisch bedeutendsten Galerien der Region. Gegründet wurde sie 1968 von der Malerin und Galeristin Ellen Peter gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann, dem Künstler Heinz Peter. Die Galerie entwickelte sich aus einem Atelier heraus und wurde zu einem Ort, an dem zeitgenössische und klassische Kunst eng verwoben werden. Besonders prägend war die langjährige Zusammenarbeit zwischen Ellen Peter und ihrem zweiten Ehemann, Mario Sander, die die Galerie ab 1984 leiteten und ihr eine besondere künstlerische Ausrichtung verlieh.
Ellen Peters künstlerischer Werdegang ist eng mit der Hamburger Kunstszene verbunden. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Hamburg bei renommierten Professoren wie Erwin Panofsky und Aby Warburgs Schüler Max Saxl. Ihre eigene Malerei war von einer tiefen Verbindung zur Natur inspiriert – ein Prinzip, das sie auch in der Galerie verfolgte. Kein Werk entstand in ihrem Atelier, sondern stets direkt vor dem Motiv, was ihrer Arbeit eine besondere Frische und Authentizität verlieh. Ihre Ausstellungen reichten von Einzelpräsentationen in Duisburg und Düsseldorf bis hin zu bedeutenden Schauen in Hamburg, darunter eine Ausstellung mit der Malerin Eva Hagemann im Bergedorfer Rathaus.
Die Galerie blankenese war nicht nur ein Ort für Kunst, sondern auch ein Treffpunkt für Hamburger Intellektuelle und Künstler. Ellen Peter pflegte Kontakte zu Persönlichkeiten wie Klaus und Erika Mann, Pamela Wedekind und Gustaf Gründgens, die sie durch ihre Teilnahme an Theateraufführungen wie *„Anja und Esther“* in den Kammerspielen kennenlernte. Ihre eigenen Reisen – etwa eine längere Ostasienreise in den 1920er-Jahren oder ein Aufenthalt in Schweden in den 1960er-Jahren – prägten ihren Blick und flossen in ihre Ausstellungen ein. Auch internationale Einflüsse, wie die Begegnung mit der Picasso-Ausstellung oder dem Diaghilev-Ballett, hinterließen Spuren in ihrem Werk.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Ellen Peter ihre künstlerische Arbeit fort, obwohl sie als Soldatin in Frankreich Wandmalereien schuf. Ihre Schauen in den 1940er- und 1950er-Jahren, etwa eine Spanienzeichnungen-Ausstellung in Hamburg, zeigten ihren Mut, auch in schwierigen Zeiten künstlerisch aktiv zu bleiben. Spätere Projekte, wie eine Ausstellung in der Buchhandlung Hochhut oder eine Grafikpräsentation in der Galerie Blankenese, unterstrichen ihren Ruf als Vermittlerin zwischen verschiedenen Kunstformen. Bis heute bleibt die Galerie blankenese ein Ort, an dem Altonaer Kunstliebhaber und internationale Künstler aufeinandertreffen – ein Stück lebendige Kulturgeschichte mitten in der Stadt.