Galerie

John Neumeier

Geffckenstraße 26, 20249 Hamburg-Nord

Highlights

  • Die Nsam sammelt einzigartige Dokumente zu Nijinsky und Elssler, darunter Original-Ballettschuhe und historische Kunstwerke.
  • Seit 2022 ist die Nsam als rechtsfähige Stiftung für Ballettgeschichte und Wissenschaft in Hamburg etabliert.

Tipps

  • Die Sammlungen des Instituts zeigen originale Porzellanfiguren barocker Manufakturen des 18. Jahrhunderts als dreidimensionale Kunstwerke.
  • Bedeutende Werke zur Geschichte des Balletts wie Ölgemälde, Lithografien oder historische Ballettschuhe von Fanny Elssler ergänzen die Ausstellungen.
  • Dokumentationen und Materialien zu Vaslav Nijinsky bilden den Schwerpunkt der Sammlung und bieten Einblicke in sein künstlerisches Schaffen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

John Neumeier Galerie Hamburg-Nord – Kultur-Ausflug

In Hamburg-Nord ist die Stiftung John Neumeier ein bedeutender Ort für die Bewahrung und Präsentation der Ballettgeschichte. Als Organisation für Kunst steht sie in enger Verbindung mit der Hamburgischen Staatsoper, dem zentralen Aufführungsort des Hamburg Ballett. Hier werden nicht nur die künstlerischen Schätze des Choreografen John Neumeier gesammelt, sondern auch die Traditionen des Balletts insgesamt dokumentiert. Die Stiftung vereint dabei die Rolle als Archiv, Ausstellungsort und zukünftiges wissenschaftliches Institut – ein Ort, der die Verbindung von Kunst, Geschichte und Bildung lebendig hält.

Das Herzstück der Sammlung bildet die einzigartige Dokumentation des Tänzer-Choreografen Vaslav Nijinsky, dessen Leben und Werk hier umfassend präsentiert werden. Neben historischen Fotografien, Kostümen und Bühnenentwürfen sind auch Porzellanfiguren aus barocken Manufakturen des 18. Jahrhunderts ausgestellt, die die Ästhetik der Epoche einfangen. Besonders herausragend sind die Exponate zur Tänzerin Fanny Elssler, darunter handkolorierte Lithografien, Bronzeskulpturen und sogar ihre originalen Ballettschuhe aus dem Jahr 1843 – ein Relikt aus einer Aufführung von Giselle in Hamburg. Diese Objekte spiegeln die Pionierzeit des Balletts wider und zeigen, wie sich Tanzkunst über die Jahrhunderte entwickelt hat.

Die Stiftung bewahrt zudem das künstlerische Erbe des Hamburg Ballett durch eine umfangreiche Sammlung von Plakaten, Programmheften, Kalendern und Werbematerialien. Diese Dokumente dokumentieren nicht nur die Auftritte der eigenen Kompanie, sondern auch internationale Aufführungen seiner Werke durch andere Ensembles. Damit wird die globale Wirkung des Hamburg Balletts sichtbar gemacht – von den ersten Tourneen bis zu heutigen Produktionen. Gleichzeitig wird die Verbindung zur Ballettschule und dem Bundesjugendballett betont, die hier als Teil der Nachwuchsförderung verankert sind.

Seit ihrer Gründung in der Treuhänderschaft 2006 hat sich die Stiftung zu einem zentralen Anlaufpunkt für Ballettfans und Forscher entwickelt. Aktuell als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts in Hamburg etabliert, plant sie den Ausbau zu einem wissenschaftlichen Institut mit einer dauerhaften Ausstellung. Ziel ist es, die Sammlungen nicht nur zu bewahren, sondern auch durch wissenschaftliche Forschung und öffentliche Präsentationen zugänglich zu machen. Damit wird die Stiftung zu einem lebendigen Archiv der Ballettgeschichte – ein Ort, an dem Tradition und Innovation aufeinandertreffen.

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