Kirche/Kloster

Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt Lappersdorf

Pfarrei, 93138 Lappersdorf-Kareth

Highlights

  • Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Lappersdorf-Kareth wurde 1930/31 im neuromanischen Stil neu erbaut, behielt aber mittelalterlichen Turm und Inneneinrichtung.
  • Seit 1224 existiert eine Kirche in Lappersdorf; 1615 wurde das katholische Bekenntnis nach der Reformation wiederhergestellt – heute lebendiger Gottesdienstraum.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Besuch der seit 1591 wiederaufgebauten Pfarrkirche mit über 800-jähriger Ortsgeschichte.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum für alle Besucher.
  • Ein historischer Turm aus Bruchsteinen und ein neuromanischer Neubau aus den 1930er-Jahren prägen das Äußere der Kirche.
  • Die Inneneinrichtung aus dem Mittelalter wurde bei der Neugestaltung der Kirche erhalten und zeigt ihre jahrhundertealte Tradition.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt Lappersdorf – Kultur & Sakral in Lapper

Die Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Lappersdorf-Kareth ist ein prägendes Sakralbauwerk mit einer bewegten Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Bereits 1224 wird eine Kirche an dieser Stelle urkundlich erwähnt, die dem Bischof Konrad IV. unterstand und dem Ort Lappersdorf als geistlicher Mittelpunkt diente. Die frühe Besiedlung durch Adelsfamilien wie die Wittelsbacher und die Gründung kleinerer Höfe trugen zur Entstehung des Dorfes bei, dessen Name sich vermutlich auf die Rodung eines Waldes („Lappersdorf“) bezieht. Doch die Geschichte der Kirche war nicht immer ununterbrochen: 1591, als Lappersdorf noch evangelisch war, stand sie ohne Dach – ein Zeichen der politischen und religiösen Umbrüche der Zeit.

Der heutige Bau entstand 1930/31 als Neubau, während der mittelalterliche Turm erhalten blieb und aufgestockt wurde. Die Kirche wurde im neuromanischen Stil errichtet, wobei die Inneneinrichtung sowie Teile der Ausstattung aus der Vorgängerkirche übernommen wurden. Besonders die historische Verbindung zu Kareth ist hervorzuheben: Der Ort Kareth, erstmals 1228 urkundlich erwähnt, gehörte lange Zeit zur Filialkirche von Sallern und bildete einen eigenständigen Teil der Pfarrei. Die Pfarrarchiv-Akten belegen, dass die Kirche seit jeher ein Ort des Glaubens und der Gemeinschaft war – trotz wechselnder Konfessionen und politischer Einflüsse.

Die Kirche ist kein stillgelegtes Denkmal, sondern ein lebendiger Raum, der bis heute Menschen aller Generationen verbindet. Besonders die jugendlichen und kindlichen Aktivitäten wie die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, die Arbeit der Ministranten und die Pfarrjugend zeigen, wie aktiv die Gemeinde hier engagiert ist. Auch der barrierefreie Zugang – mit rollstuhlgerechtem Eingang und Parkplatz – macht die Kirche für alle zugänglich und spiegelt den modernen Anspruch wider, Inklusion zu leben. So vereint der Bau historische Substanz mit zeitgemäßer Offenheit und bleibt ein zentraler Ort des spirituellen und sozialen Lebens in Lappersdorf-Kareth.

Wer die Kirche besucht, taucht in eine Welt ein, die von über 800 Jahren Ortsgeschichte zeugt – von der Gründung kleiner Höfe über die Wirren der Reformation bis hin zur heutigen lebendigen Pfarrgemeinde. Der Turm, die neuromanische Architektur und die erhaltenen Elemente der Vorgängerkirche erzählen von Kontinuität, während die vielfältigen Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeigen, dass dieser Ort auch in Zukunft ein Herzstück der Region bleiben wird. Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt ist damit nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern ein Symbol für den ungebrochenen Glauben und die Verbundenheit der Menschen hier.

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