Kirche/Kloster

Hl. Sebastian

Zum Häpper 7, 48163 Amelsbüren

Tipps

  • Bei Besuchen lohnt sich ein Blick auf das steinerne Hochaltarretabel von 1876 sowie die historischen Sakramentsnischen aus dem 15. Jahrhundert.
  • Die Kirche bietet die Möglichkeit, in ruhiger Atmosphäre eine Kerze anzünden und in persönlicher Andacht verweilen.
  • Der romanische Westturm und das spätgotische Langhaus mit Kreuzrippengewölbe sind architektonische Höhepunkte vor Ort.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Hl. Sebastian

Die Katholische Kirche St. Sebastian in Amelsbüren zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern im Berliner Umland und ist Teil der Pfarrei St. Clemens. Die Kirche vereint verschiedene Baustile und Epochen, wobei der romanische Westturm noch aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das Langhaus wurde im 15. Jahrhundert neu errichtet und später um ein Querschiff sowie einen Chorraum erweitert. Die Architektur zeigt sowohl spätgotische als auch neugotische Elemente, darunter dreibahnige Maßwerkfenster, Strebepfeiler und ein steiles Dach, das beide Bauabschnitte optisch vereint. Im Inneren wurde ein Kreuzrippengewölbe eingezogen, dessen spätgotische Rankenmalerei in den 1960er Jahren teilweise freigelegt wurde.

Die Ausstattung der Kirche umfasst wertvolle historische und kunsthandwerkliche Zeugnisse. Das Hochaltarretabel stammt aus dem Jahr 1876 und wurde vom Münsteraner Künstler Heinrich Wörmann gefertigt. Weitere bemerkenswerte Objekte sind die Sakramentsnische aus dem späten Mittelalter, das Taufbecken aus dem Jahr 1827 sowie eine Steinfigur des hl. Sebastian aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der Großteil des Figurenschmucks im Innenraum wurde 1903 vom Bildhauer August Schmiemann geschaffen, darunter Figuren der Heiligen Petrus, Paulus, Clara, Barbara, Katharina von Siena, Thomas, Alphons und Klara. Auch die Kanzel im spätgotischen Stil mit Reliefbildern von Schmiemann zählt zur kunstvollen Innenausstattung.

Die Orgel der Kirche basiert auf einem barocken Instrument aus dem frühen 18. Jahrhundert, wobei das heutige Werk 1982 vom Orgelbauer Friedrich Fleiter erbaut wurde. Es verfügt über 34 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Kirche besitzt mehrere historische Glocken, darunter Exemplare aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, die von verschiedenen Glockengießern gefertigt wurden. Die älteste Glocke im Dachreiter stammt aus dem Jahr 1637.

Die Kirche St. Sebastian wird von Besuchern als schöne und traditionsreiche Sakralstätte wahrgenommen. Innenräume und Ausstattung spiegeln sowohl die religiöse als auch die künstlerische Entwicklung der Region wider. Die Kirche bietet Raum für Andacht und stille Betrachtung, wobei Kerzen für eine Spende angezündet werden können. Die Integration moderner Elemente, etwa die Verschiebung des Altars in die Mitte des Raumes, wird dabei als gelungene Maßnahme zur Förderung der Gemeinschaft wahrgenommen.

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