Kirche/Kloster

Magdalenenkapelle

35287 Amöneburg

Highlights

  • Die Magdalenenkapelle in Amöneburg wurde 1343 der Heiligen Maria Magdalena geweiht und gilt als Wallfahrtsstätte.
  • Der heutige neugotische Bau stammt aus dem Jahr 1868 und ersetzte eine im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Vorgängerkapelle.
  • Die Kapelle ist unter Denkmalschutz gestellt und beherbergt ein vierachsiges Kreuzgewölbe sowie eine Madonnen-Nische.

Tipps

  • Die Magdalenenkapelle ist eine Wallfahrtskapelle nördlich von Amöneburg, direkt am historischen Standort des ehemaligen Dorfes Lindau.
  • Der Besuch lohnt sich besonders während der jährlichen Magdalenen-Oktav im Juli mit Eucharistiefeier.
  • Die neugotische Architektur und die geschichtsträchtige Lage machen die Kapelle zu einem sehenswerten Denkmal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur und Sakralbau in Amöneburg: Die Magdalenenkapelle erkunden

Die Magdalenenkapelle liegt nördlich der Stadt Amöneburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Sie zählt zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region und ist sowohl wegen ihrer architektonischen Besonderheiten als auch wegen ihrer historischen Bedeutung ein beliebtes Ausflugsziel. Die Kapelle wurde dem Heiligen Maria Magdalena geweiht und ist eine römisch-katholische Wallfahrtsstätte, die seit Jahrhunderten von Gläubigen und Besuchern aufgesucht wird.

Der Name der Kapelle leitet sich aus ihrer Weihe ab, im Volksmund wird sie jedoch auch als Lindaukapelle bezeichnet. Dieser Name erinnert an das einstige Dorf Lindau, das unterhalb der Kapelle bis ins späte Mittelalter bestand und erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1248 erwähnt wurde. Im Laufe der Zeit wurde der Ort verwüstet, doch die Kapelle blieb als Zeugnis der Vergangenheit erhalten. Im 18. Jahrhundert war auch der Name „Lemnauer Kirch“ für die Kapelle belegt.

Die ursprüngliche Kapelle wurde während des Dreißigjährigen Krieges weitgehend zerstört und blieb danach in Ruinen zurück. Dennoch fanden weiterhin Prozessionen statt, da der Altartisch erhalten geblieben war. Im Jahr 1866 erfolgte der Abriss der Ruine, woraufhin ein neugotischer Neubau errichtet wurde. Der Entwurf stammt vom Kasseler Architekten Peter Zindel, die Innenausstattung wurde von Carl Schäfer gestaltet. Die feierliche Einweihung des neuen Gotteshauses fand zwei Jahre später statt.

Architektonisch zeigt die Magdalenenkapelle ein vierteiliges Kreuzgewölbe, das sich von einem zentralen Pfeiler aus spannt. Eine Wand mit einer großen Rosette trennt den Hauptteil des Gebäudes von einer chorähnlichen Erweiterung im hinteren Bereich. In dieser befinden sich auf der linken Seite die Kanzel und rechts eine Nische mit einer Madonna. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz und ist sowohl für ihre baukünstlerischen Elemente als auch für ihre kulturelle und religiöse Bedeutung von großer Wertigkeit.

Jährlich im Juli wird an der Magdalenenkapelle die sogenannte Magdalenen-Oktav gefeiert, ein religiöses Volksfest mit einer feierlichen Eucharistiefeier. Die ruhige Lage und die geschichtsträchtige Atmosphäre machen die Kapelle zu einem idealen Ort für Besucher, die sich einen Moment der Ruhe und Besinnung gönnen möchten. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,4 von 5 Sternen bei sieben Bewertungen wird sie als lohnenswertes Ausflugsziel empfohlen.

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Häufige Fragen zu Magdalenenkapelle

Wann wurde die Magdalenenkapelle in Amöneburg erbaut?
Die erste Kapelle wurde 1343 geweiht. Der heutige Neubau entstand 1866–1868. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum wird die Magdalenenkapelle auch Lindau-Kapelle genannt?
Weil sie nördlich des ehemaligen Dorfes Lindau liegt, das bis ins 14. Jahrhundert bestand. {stand}.

Quelle: wikipedia

Was ist die Magdalenen-Oktav?
Ein jährliches religiöses Fest im Juli mit Eucharistiefeier an der Magdalenenkapelle. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Baustilmerkmale hat die heutige Kapelle?
Die Kapelle ist im neugotischen Stil erbaut, mit Kreuzgewölbe und chorähnlicher Erweiterung. {stand}.

Quelle: wikipedia

Ist die Magdalenenkapelle unter Denkmalschutz?
Ja, sie steht aus geschichtlichen und kulturellen Gründen unter Denkmalschutz. {stand}.

Quelle: wikipedia