Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte

06484 Quedlinburg

Highlights

  • Das Klopstockhaus in Quedlinburg ist das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock und beherbergt heute ein Literaturmuseum.
  • Das Gebäude im niedersächsischen Fachwerkstil wurde um 1560 erbaut und ist im Denkmalverzeichnis der Stadt eingetragen.
  • 1897 kaufte die Stadt Quedlinburg das Haus, das 1899 als Museum eröffnet wurde.

Tipps

  • Das Gebäude im niedersächsischen Fachwerkstil mit seinen historischen Details wie Fächersonnen und tonnengewölbten Kellern aus dem Spätmittelalter lädt zur Besichtigung ein.
  • Direkt angrenzend befindet sich das denkmalgeschützte Haus Schlossberg 13 sowie der Pavillon im Garten, die ebenfalls Teil der Gedenkstätte sind.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte

Die Gedenkstätte in Quedlinburg erinnert an den bedeutenden deutschen Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der hier 1724 im sogenannten Klopstockhaus geboren wurde. Das Gebäude, im niedersächsischen Fachwerkstil errichtet, beherbergt heute ein Literaturmuseum, das nicht nur Klopstocks Leben und Werk würdigt, sondern auch andere Persönlichkeiten der Stadtgeschichte vorstellt. Die Räumlichkeiten umfassen das Erkerzimmer, das Messiaszimmer sowie weitere Ausstellungsbereiche, in denen wechselnde Schwerpunkte gesetzt werden. An das Museum angeschlossen sind eine Bibliothek und ein Archiv, die sich mit der regionalen Kulturgeschichte beschäftigen.

Das Gelände des Klopstockhauses verbindet baugeschichtliche Besonderheiten mit kultureller Tradition. Die ältesten Bauteile des Hauses sind drei tonnengewölbte Keller aus dem Spätmittelalter, die vermutlich einer Vorburganlage zugeordnet werden. Das heutige Fachwerkhaus entstand später und wurde im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Besitzern genutzt, bevor es 1897 durch die Stadt Quedlinburg erworben und zum Museum umgebaut wurde. Die Eröffnung erfolgte anlässlich des 175. Geburtstags des Dichters. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Museum mehrfach umgestaltet und erweitert, zuletzt nach Umbauarbeiten in den 1950er Jahren.

Ein besonderer Bezug zur Geschichte der Stadt zeigt sich auch im benachbarten Haus Schlossberg 13, das direkt östlich angrenzt und gleichfalls unter Denkmalschutz steht. Im Garten des Klopstockhauses befindet sich zudem der Pavillon, der als architektonisches Element zur Gesamtanlage gehört. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Sammlungen des Museums ausgelagert, um sie vor Zerstörung zu schützen. Bei der Rückführung kam es zu Verlusten, darunter der Verschollensein von Klopstocks Siegelring. Dennoch gelang es nach 1946, die Dauerausstellung wieder aufzubauen und inhaltlich zu erweitern.

Die Gedenkstätte gilt als kulturhistorisch bedeutsamer Ort innerhalb der Quedlinburger Altstadt, die seit 1994 unter dem UNESCO-Weltkulturerbe steht. Neben der literarischen Bedeutung Klopstocks wird hier auch das Leben anderer bemerkenswerter Quedlinburger Persönlichkeiten gewürdigt, darunter beispielsweise Dorothea Christiane Erxleben, die erste deutsche Ärztin. Das Museum dient somit nicht nur der Erinnerung an einen Dichter, sondern auch der Pflege regionaler Identität und Geschichte.

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