Museum Forum Arenacum
Highlights
- Das Museum Forum Arenacum in Rindern zeigt auf 300 m² römische und fränkische Funde aus der Region.
- Es beherbergt das Ortsarchiv Rindern sowie das originale Kinderzimmer von Joseph Beuys.
- Das Museum erhielt 2019 den Heimat-Preis der Stadt Kleve und 2023 den Rheinlandtaler.
Tipps
- Das Museum befindet sich in der ehemaligen Lehrerwohnung der Johanna-Sebus-Grundschule und zeigt auf etwa 120 m² Funde aus der römischen und fränkischen Zeit.
- Regelmäßig wechselnde Ausstellungen und das originale Kinderzimmer von Joseph Beuys sind sehenswert.
- Öffnungszeiten sind sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Eigenschaften
Über Museum Forum Arenacum
Das Museum Forum Arenacum in Kleve-Rindern ist ein kulturhistorisches Zentrum, das in den Räumen einer ehemaligen Lehrerwohnung der Johanna-Sebus-Grundschule beherbergt ist. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1890 und beherbergt seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 eine Dauerausstellung zu römischen und fränkischen Funden aus Rindern und der näheren Umgebung. Auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern präsentiert das Museum Artefakte, die einen Einblick in die Lebenswelt vergangener Epochen geben – von der keltischen über die römische bis hin zur fränkischen Zeit.
Ein Schwerpunkt der Sammlung bilden Bronzefunde aus Düffelward, römische Münzen, Terra Sigillata-Geschirr sowie Alltagsgegenstände aus der römischen Kaiserzeit. Besonders erwähnenswert ist der Abguss des Mars-Camulus-Steins, der ursprünglich aus der Zeit um Kaiser Nero stammt und später im 6. Jahrhundert als christlicher Altar in der St.-Willibrord-Pfarrkirche in Rindern verwendet wurde. Hinzu kommen Schiffsfunde aus Spyck sowie fränkische Grabbeigaben, die Aufschluss über die Lebensweise und Bestattungskultur im Frühmittelalter geben. Die Exponate verdeutlichen die regionale Bedeutung Rinderns als Knotenpunkt im antiken Handels- und Siedlungsraum.
Das Museum versteht sich nicht nur als Ort der Archäologie, sondern auch als kulturelle Plattform mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen regionaler Künstler. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem die Lebensgeschichte von Johanna Sebus, die niederrheinische Käseproduktion durch Maria Reymer sowie die Kindheit und Jugend des Künstlers Joseph Beuys, der zeitweise in Rindern lebte. Im Museum ist das originale Kinder- und Jugendzimmer von Beuys erhalten und ausgestellt. Diese Verknüpfung von regionaler Geschichte und zeitgenössischer Kunst prägt das Profil des Hauses.
Ein weiterer Bestandteil des Museums ist das Ortsarchiv Rindern, das umfangreiche Sammlungen wie Totenzettel, Kirchenbücher sowie die Dr. Wilhelm Wanders-Sammlung beherbergt. Diese Archive dienen der Forschung und dokumentieren die lokale Geschichte über Jahrhunderte hinweg. Pädagogisch wird das Museum durch Führungen für Schulen in der Primar- und Sekundarstufe ergänzt, die in altersgerechte Themen wie römische Geschichte, Käsekultur oder die Beuys-Zeit in Rindern einführen.
Das ehrenamtlich geführte Museum genießt regionale Anerkennung und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2019 erhielt es den zweiten Heimatpreis der Stadt Kleve, 2023 folgte für den Museumsgründer und den zuständigen Verein der Rheinlandtaler in der Kategorie Kultur. Mit seinen wechselnden Ausstellungen, der engagierten Vermittlung und der Verbindung von Geschichte und Gegenwart bildet das Forum Arenacum einen festen Bestandteil der kulturellen Landschaft in Nordrhein-Westfalen.