Denkmal/Gedenkstätte

Stiftung Kupfermuseum Kuhnke

Herrschinger Str. 1, 82396 Pähl-Vorderfischen

Highlights

  • Die Stiftung Kupfermuseum Kuhnke zeigt die größte private Sammlung originaler kupferner Kunst- und Gebrauchsobjekte von der Urgeschichte bis zur Moderne.
  • Höhepunkt: Über 600 Hofküchengeräte aus den Schlössern der Welfen, Habsburger und Wittelsbacher – inkl. Sisis Breitöpfchen und Ludwig-II-Kannen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Stiftung Kupfermuseum Kuhnke Pähl-Vorderfischen

Die Stiftung Kupfermuseum Kuhnke in Pähl-Vorderfischen beherbergt eine der bedeutendsten privaten Sammlungen originaler kupferner Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus Mitteleuropa und Asien. Von prähistorischen Funden über sakrale Objekte des späten Mittelalters bis hin zu prunkvollen Designstücken des Jugendstils und Art Déco spannt die Ausstellung einen faszinierenden Bogen durch die Jahrhunderte. Besonders herausragend sind hochwertige Stücke namhafter Künstler sowie seltene Kupferstichplatten, die die handwerkliche Meisterschaft und künstlerische Vielfalt des „Roten Goldes“ dokumentieren.

Den Ausgangspunkt der Sammlung bilden kupferne Axtbeile aus der Kupferzeit und antike Gefäße, gefolgt von vergoldeten Kunstwerken aus dem Mittelalter. Barocke, empiretypische und historistische Exponate – darunter auch Kuriositäten wie die berühmten „Herrengrunder Kupferarbeiten“ – zeigen die Entwicklung des Materials von der Frühgeschichte bis ins späte 19. Jahrhundert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem mitteleuropäischen Gebrauchsgut des 17. Jahrhunderts, das die Vielfalt und handwerkliche Perfektion vergangener Epochen veranschaulicht.

Das Museum ist in stilvoll renovierten, denkmalgeschützten Räumlichkeiten eines Gutshofes in Pähl-Fischen am Ammersee untergebracht. Großzügige Ausstellungsbereiche – darunter ein Säulensaal mit über 600 Exponaten aus den Hofküchen der Welfen, Habsburger und Wittelsbacher – präsentieren prachtvolle Objekte mit eindeutigen Provenienzstempeln. Besonders beeindruckend sind die restaurierten Stücke aus der Hofküche Hannovers, die den Kontrast zwischen neuem Glanz und historischer Patina verdeutlichen. Ergänzt werden die Schätze durch thematisch gegliederte Vitrinen mit Fastenspeisenformen, Patisseriestücken oder Speisewärmern.

Die Stiftung Kuhnke widmet sich seit 2006 der Bewahrung und Präsentation dieser einzigartigen Sammlung. Ursprünglich als Sonderausstellung geplant, entwickelte sich das Engagement des Sammlers zu einem dauerhaften Museumskonzept. Führungen bieten spannende Einblicke in die Geschichte der Objekte – etwa wie sie den Weg ins Museum fanden – und zeigen die Überlebenskunst vieler Stücke, die den Metallsammlungen beider Weltkriege entgangen sind. Auch regionale Schätze wie die Königin Sisis Breitöpfchen oder eine Kanne aus dem Besitz Ludwigs II. vom Schloss Possenhofen am Starnberger See sind Teil der Präsentation.

Besucher erwartet eine harmonisch arrangierte Ausstellung, die durch geschickte Dekoration und thematische Schwerpunkte besticht. Ob in beleuchteten Vitrinen oder als freistehende Highlights: Jedes Objekt erzählt von der kulturellen Bedeutung Kupfers – vom Alltagsgegenstand bis zum Kunstwerk. Die Stiftung setzt damit ein Zeichen für die Wertschätzung eines Materials, das über Jahrtausende hinweg Schöpfergeist und Handwerkskunst inspirierte.

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