St. Peter und Paul (Andisleben)
Highlights
- Die evangelische Dorfkirche St. Peter und Paul in Andisleben wurde vermutlich 1531 erbaut und besitzt eine romanische Apsis.
- Die Orgel aus dem Jahr 1743 wurde später erweitert und 1998 restauriert.
Tipps
- Die Kirche St. Peter und Paul in Andisleben ist eine Chorturmkirche mit romanischer Apsis und barockem Deckengemälde, die 1734 erweitert wurde.
- Die Schröderorgel von 1734 ist noch voll funktionsfähig und kann bei Führungen oder Gottesdiensten erkundet werden.
- Die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und der mittelalterliche Taufstein sind sehenswerte Ausstattungsstücke der Kirche.
Eigenschaften
Über St. Peter und Paul (Andisleben)
Die evangelische Dorfkirche St. Peter und Paul in Andisleben im Landkreis Sömmerda ist ein sakraler Bau mit einer langen Geschichte und künstlerisch wertvoller Ausstattung. Die Kirche gehört zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und liegt im Kirchenkreis Erfurt. Das Gebäude ist ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Kirchenbaukunst und beherbergt unter anderem eine barocke Schröderorgel aus dem Jahr 1734, die bis heute funktionstüchtig ist.
Das Kirchengebäude ist eine Chorturmkirche mit einer Apsis, die in romanischer Zeit entstand. Der Turm wurde später im Zuge der Reformation über den bestehenden Fundamenten des Chores errichtet und mit einem Kreuzgratgewölbe versehen. Im Inneren zeigt sich der Einfluss verschiedener Epochen: Der Chorbogen ist rundbogig gehalten, und das Holztonnengewölbe ist mit Malereien der Trinität sowie Darstellungen der Apostel Petrus und Paulus und der vier Evangelisten geschmückt. Diese Deckenbilder sind ein beeindruckendes Beispiel für die Innenausstattung des 18. Jahrhunderts.
Zu den bemerkenswerten Ausstattungsgegenständen zählt die Kanzel aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ebenfalls von historischem Wert ist der Taufstein, der aus dem 13. Jahrhundert stammt und an der Kuppa mit einem Rundbogenfries verziert ist. Auch Reste der ursprünglichen Farbfassung im Innenraum sind noch erhalten und zeugen von der ursprünglichen Bemalung der Kirche.
Die Orgel wurde 1743 von Johann Georg Schröter erbaut und verfügt über zwei Manualen, Pedal und 20 Register. Im Laufe der Zeit wurde das Instrument mehrfach umgebaut und zuletzt 1998 von der Firma Rösel & Hercher restauriert. Die Disposition umfasst unter anderem eine Manual- und eine Pedalkoppel. Die Orgel gilt als klanglich und bautechnisch bemerkenswertes Beispiel thüringischer Orgelbaukunst des 18. Jahrhunderts.