Museum

Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin

Prettiner Landstraße 4, 06925 Annaburg

Highlights

  • Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin erinnert an das ehemalige Konzentrationslager in einem Renaissanceschloss aus dem Jahr 1908.
  • Zwischen 1933 und 1937 war es ein Männer-KZ, danach bis 1939 das erste zentrale Frauen-KZ im Reichsgebiet.
  • Von 1941 bis 1945 diente es als Außenlager des KZ Sachsenhausen und ist heute ein Ort der Bildung und Forschung.

Tipps

  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an Geschichte und politischer Bildung, da umfangreiche Ausstellungen und Dokumentationen angeboten werden.
  • Führungen sind empfehlenswert, um tiefere Einblicke in die historischen Ereignisse und das Leben der Gefangenen zu erhalten.
  • Da das Gelände teilweise durch Baumaßnahmen eingeschränkt sein kann, lohnt es sich, vorab den aktuellen Stand zu prüfen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Museum Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin Annaburg

Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin in Annaburg erinnert eindrucksvoll an die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Lichtenburg, das während der NS-Zeit eine zentrale Rolle im nationalsozialistischen Gewalt- und Vernichtungssystem spielte. Das Renaissanceschloss Lichtenburg, inmitten der Kleinstadt Prettin gelegen, wurde zunächst 1933 als Konzentrationslager für männliche Häftlinge etabliert und später als erstes zentrales Frauen-KZ des Reichs. Später diente es zudem als Außenlager des KZ Sachsenhausen. Heute fungiert die Gedenkstätte als Ort des Erinnerns, der politischen Bildung und der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus.

Im Mittelpunkt der Gedenkstätte steht das 1908 errichtete Werkstattgebäude, in dem sich das Besuchs- und Dokumentationszentrum befindet. Es bietet Besucherinnen und Besuchern umfangreiche Ausstellungen, zeitgeschichtliche Dokumentationen sowie ein vielfältiges pädagogisches Angebot, das sich gleichermaßen an Jugendliche wie auch Erwachsene richtet. Neben wechselnden Ausstellungen widmet sich die Einrichtung auch digitalen Projekten, um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zeitgemäß zu gestalten. Ein besonderes Highlight ist der virtuelle Rundgang durch das Schloss, der aufgrund laufender Baumaßnahmen einen barrierearmen Zugang zu nicht öffentlich zugänglichen Bereichen ermöglicht.

Die Gedenkstätte versteht sich nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern auch als aktiver Träger von Demokratiebildung und gesellschaftlichem Engagement. Sie kooperiert eng mit regionalen und überregionalen Institutionen und beteiligt sich an Projekten wie „Demokratie leben!“ oder dem Podcast „Brücken bauen“. Neben der historischen Aufarbeitung bietet sie Raum für zeitgenössische Bildungsarbeit, Workcamps und Jugendaustausch. Mit ihrer zentralen Lage im sachsen-anhaltischen Annaburg lädt die Gedenkstätte dazu ein, sich intensiv mit einer der dunklen Kapitel deutscher Geschichte auseinanderzusetzen – informativ, berührend und nachhaltig.

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Häufige Fragen zu Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin

Wann wurde die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin gegründet?
Die Gedenkstätte befindet sich im ehemaligen Konzentrationslager Lichtenburg, das 1933 als Männer-KZ eröffnet wurde. Heute dient das Gelände als Gedenk- und Bildungsstätte. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Öffnungszeiten hat die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin?
Dienstag bis Donnerstag: 09:00–15:30 Uhr, Freitag: 09:00–13:00 Uhr, letzter Sonntag im Monat: 13:00–17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Ausstellungen sind aktuell in der Gedenkstätte zu sehen?
Vom 7. Mai bis 4. Juli 2026 ist die Wanderausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ zu sehen. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was war das Schloss Lichtenburg während des Nationalsozialismus?
Das Schloss Lichtenburg war von 1933 bis 1937 ein Männer-KZ, danach bis 1939 das erste zentrale Frauen-KZ und später von 1941 bis 1945 ein Außenlager von KZ Sachsenhausen. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche pädagogischen Angebote stellt die Gedenkstätte bereit?
Die Gedenkstätte bietet unter anderem pädagogische Handreichungen, digitale Projekttage, Workcamps und spezielle Programme zur Demokratiebildung an. Stand Juni 2026.

Quelle: website