Denkmal/Gedenkstätte

Simon-Marius-Denkmal

Karl-Burkhardt-Platz, 91522 Ansbach

Highlights

  • Das Simon-Marius-Denkmal in Ansbach erinnert seit 1991 an den fränkischen Astronomen, der 1611 Jupitermonde entdeckte und mit Galilei konkurrierte.
  • Das Denkmal zeigt eine Buchplatte mit Teleskop und Zitat zu Marius‘ selbstständiger Himmelsforschung im 17. Jahrhundert.
  • Als ‚fränkischer Galilei‘ prägte Marius mit Werken wie *Mundus Iovialis* (1614) die frühe Astronomie und wurde 2023/24 international gewürdigt.

Tipps

  • Das Simon-Marius-Denkmal befindet sich in zentraler Lage und bietet eine klare Orientierung durch markante Wegweiser und Beschilderungen.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zum Denkmal und den umliegenden Bereich.
  • Die Umgebung des Denkmals zeigt historische Gebäudeansichten, die Einblicke in die Architektur des 17. Jahrhunderts ermöglichen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Simon-Marius-Denkmal Ansbach Kulturdenkmal

Das Simon-Marius-Denkmal in Ansbach ist ein bedeutendes kulturelles Denkmal, das an den markgräflichen Hofastronomen Simon Marius (1573–1624) erinnert. Der Künstler Friedrich Schelle schuf 1991 im Auftrag des Lions-Clubs Ansbach das Denkmal auf dem Karl-Burkhardt-Platz nahe dem Ansbacher Schloss. Es besteht aus einer symbolträchtigen Buchplatte mit einem Teleskop im Falz und dem prägnanten Zitat: *„Simon Marivs Markgräflich Brandenburgischer Hofmathematikus, Astronom und Arzt, geb. […]“*, das auf sein Hauptwerk *„Mundus Iovialis“* (1614) verweist – die erste detaillierte Beschreibung der Jupitermonde.

Simon Marius gilt als „fränkischer Galilei“, da er unabhängig von Galileo Galilei die vier größten Jupitermonde entdeckte und deren Umlaufbahnen beschrieb. Sein Werk *„Mundus Iovialis“* wurde in 25 Exemplaren überliefert und ist heute in Archiven wie der Bayerischen Staatsbibliothek oder dem Staatsarchiv Nürnberg erhalten. Besonders das Exemplar in Nürnberg steht in thematischer Nähe zu Copernicus’ *„De revolutionibus“* (1543), was die wissenschaftliche Bedeutung der Region unterstreicht. Die Wandtafel am Ansbacher Schloss erinnert zudem an die Legende, dass Marius seine Beobachtungen vom Schlossturm aus vornahm.

Das Denkmal verbindet lokale Geschichte mit astronomischer Pionierleistung und ist Teil eines größeren wissenschaftlichen Erbes. Die Simon Marius Gesellschaft fördert seit 2018 die Digitalisierung seiner Werke und den internationalen Austausch, etwa durch das Marius-Portal im Staatsarchiv Nürnberg. Initiativen wie das Internationale Jubiläumsjahr 2024 („Simon Marius 1573–1624“) heben seine Verdienste um die Astronomie hervor – ein Vorbild für wissenschaftliche Neugier und interdisziplinäre Forschung. Das Denkmal selbst wird so zum Symbol für Ansbachs kulturelle Verbindung zu den großen Entdeckungen der Frühneuzeit.

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