Kirche/Kloster

Synagoge Ansbach

Rosenbadstraße 3, 91522 Ansbach

Highlights

  • Die Synagoge Ansbach ist ein Museum mit Infozentrum im Dienerhaus.
  • Sie ist von Mai bis September an ausgewählten Sonntagen geöffnet.
  • 138 Stolpersteine erinnern in Ansbach an ehemalige jüdische Bürger.

Tipps

  • Die barocke Synagoge in Ansbach ist vollständig erhalten und kann an bestimmten Sonntagen besichtigt werden.
  • Eintritt kostet 2 Euro, Führungen werden von Fachkräften angeboten.
  • Museum im Dienerhaus informiert über jüdische Geschichte, Öffnungszeiten variieren.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Synagoge Ansbach

Die Synagoge Ansbach ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und Zeugnis jüdischer Geschichte in der Stadt Ansbach im gleichnamigen bayerischen Kreis. Errichtet im 18. Jahrhundert nach Entwürfen des Hofbaumeisters Leopoldo Retty, zählt sie zu den wenigen barocken Synagogen, die nahezu vollständig in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben sind. Das Bauwerk diente über fast zwei Jahrhunderte hinweg der jüdischen Gemeinde vor Ort als Ort des Glaubens und der Versammlung.

Während der Novemberpogromnacht 1938 wurde das Gebäude nicht zerstört und entging so dem Schicksal vieler anderer Synagogen in Deutschland. Diese historische Kontinuität macht die Ansbacher Synagoge heute zu einem besonderen Ort des Gedenkens und der Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in der Region. Seit den 1960er Jahren wird das Gebäude musealen Zwecken gewidmet und beherbergt im ehemaligen Dienerhaus ein kleines, aber informative Museum zur Geschichte der einstigen jüdischen Gemeinde.

Die Synagoge steht regelmäßig für Besucher offen – insbesondere während Sonntagsöffnungen im Sommerhalbjahr sowie im Rahmen individueller oder öffentlicher Stadtführungen. Fachkundige Führung durch das Gebäude und das angrenzende Infozentrum wird durch ehrenamtliches Personal des Frankenbundes angeboten. Neben der Synagoge selbst sind auch die historische Mikwe sowie der Chuppstein erhalten und Teil der Besichtigung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gedenkarbeit in Ansbach sind die sogenannten Stolpersteine, die vor zahlreichen Häusern der Stadt verlegt wurden, um das Schicksal ehemaliger jüdischer Bürger zu erinnern. Die Synagoge Ansbach fungiert dabei nicht nur als architektonisches, sondern auch als kulturelles und pädagogisches Zentrum, das Besucherinnen und Besuchern einen Zugang zur jüdischen Geschichte und ihren Spuren in der Region ermöglicht.

Das Gelände des Synagogengeländes mit dem Dienerhaus als Museum und Informationsstelle wird ehrenamtlich von der Frankenbund-Gruppe Ansbach betreut und trägt damit maßgeblich zur Erinnerungskultur und zur Aufklärung über die jüdische Lebenswelt in Franken bei. Besonders im Sommerhalbjahr laden regelmäßige Öffnungstermine dazu ein, die besondere Atmosphäre und historische Bedeutung des Ortes hautnah zu erfahren.

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