Siegmund Hoffmann
Highlights
- Siegmund Hoffmann, geboren 1883 in Prachnik, war Kaufmann und später Inhaber einer Likörfabrik in Braunschweig.
- Er und seine Ehefrau Anna-Lina wurden 1942 in Braunschweig verhaftet und nach Auschwitz deportiert.
- Beide wurden 1945 offiziell für tot erklärt.
Tipps
- Besucher finden das Gedenken an die Familie Hoffmann entlang der Mühlenpfordtstraße in Braunschweig.
- Die Stolpersteine liegen vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Hamburger Straße, heute Mühlenpfordtstraße.
- Weitere Informationen zu den Stolpersteinen in Braunschweig sind auf der Website der Initiative abrufbar.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Siegmund Hoffmann in AOK Beleglesezentrum Niedersachsen
Der POI „Siegmund Hoffmann“ erinnert im Rahmen des Projekts „Stolpersteine für Braunschweig“ an das Schicksal eines jüdischen Kaufmanns und Unternehmers, der einst in Braunschweig lebte. Sein Name ist mit einem Stolperstein am ehemaligen Wohnsitz in der Hamburger Straße (heute Mühlenpfordtstraße) verewigt, in unmittelbarer Nähe zum AOK-Beleglesezentrum in Hessen. Dieser Ort wird heute zum Teil eines größeren Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, zu dem auch die Familie Hoffmann zählt.
Siegmund Hoffmann, ursprünglich in Prachnik im damaligen Österreich-Ungarn geboren, lebte und wirkte später in Braunschweig. Dort gründete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna-Lina Hoffmann, geborene Schidlowsky, eine Familie und betrieb die Likörfabrik L. Schidlowski. Als Jude wurde er im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung 1942 in Braunschweig verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Auch seine Ehefrau Anna-Lina erlitt das gleiche Schicksal. Beide wurden offiziell 1945 für tot erklärt, obwohl ihr genaues Schicksal und der Zeitpunkt des Todes unbekannt blieben.
Neben Siegmund und Anna-Lina wurden auch ihre Kinder Ursula und Hans-Wolfgang vom NS-Regime verfolgt. Ursula heiratete 1938 und zog nach Berlin, wurde später nach Łódź deportiert und verstarb wahrscheinlich im Ghetto Litzmannstadt oder einem nahegelegenen Konzentrationslager. Hans-Wolfgang gelang 1939 die Flucht nach England, von wo aus er jedoch mit Kriegsausbruch interniert und schließlich nach Kanada abgeschoben wurde. Er überlebte den Krieg und wurde 1945 in Montreal entlassen.
Die Stolpersteine der Familie Hoffmann sind Teil einer breiten Initiative des Vereins „Stolpersteine für Braunschweig e.V.“, die sich der Aufarbeitung der NS-Verbrechen und der Erinnerung an die jüdische Bevölkerung der Stadt widmet. Die Steine wurden 2015 an verschiedenen Orten der Stadt verlegt, darunter auch an der ehemaligen Wohnadresse der Familie in der heutigen Mühlenpfordtstraße. Diese Gedenkstätten laden dazu ein, innezuhalten und sich mit der Geschichte der Verfolgten auseinanderzusetzen.
Der Standort am AOK-Beleglesezentrum in Hessen ist somit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Zeugnis der vielschichtigen Geschichte der jüdischen Familie Hoffmann. Ihre Lebenswege spiegeln die Tragödien vieler Familien jener Zeit wider – Verfolgung, Deportation, Tod oder Flucht. Die Stolpersteine erinnern eindringlich daran, dass das Leben vieler Menschen durch die nationalsozialistische Herrschaft zerstört wurde, und laden dazu ein, diese Erinnerung lebendig zu halten.
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Häufige Fragen zu Siegmund Hoffmann
Wer war Siegmund Hoffmann?
Quelle: website
Was geschah mit der Familie Hoffmann während der NS-Zeit?
Quelle: website
Wo wohnte die Familie Hoffmann zuletzt in Braunschweig?
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Gibt es einen Stolperstein für Siegmund Hoffmann?
Quelle: website