Twee Gebroeders
Highlights
- Die historische Tjalk ‚Twee Gebroeders‘ liegt vor dem Museum und ist Teil der Ausstellung zur Fehnschifffahrt.
Tipps
- Die Tjalk ‚Twee Gebroeders‘ liegt direkt am Kanal vor dem Museum und bietet einen authentischen Einblick in die historische Fehnschifffahrt.
- Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern den Besuch der Dauerausstellung und der Teestube ohne Hindernisse.
- Die Kombination aus audiovisueller Führung und Dauerausstellung vermittelt einen umfassenden Überblick über Fehnkultur und Schiffbau.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Twee Gebroeders Rhauderfehn
Das Fehn- und Schiffahrtsmuseum „Twee Gebroeders“ in Rhauderfehn ist eine faszinierende Zeitreise in die Geschichte der Fehnkultur und Schifffahrt. Eingebettet in die denkmalgeschützte Villa Graepel, einer prächtigen Jugendstilvilla der Kaufmannsfamilie C., bietet das Museum seit 1950 Einblicke in die einzigartige Lebenswelt der Fehnsiedler. Ursprünglich als Teil der Gemeindeverwaltung genutzt, wurde das Gebäude nach dem Umzug des Rathauses 1978 zum kulturellen Zentrum erweitert und mit einer neuen Ausstellungskonzeption der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Herzstück der Sammlung ist die Tjalk „Twee Gebroeders“, ein historisches Schiff, das heute als lebendiges Ausstellungsstück vor dem Museum im Kanal liegt. Die Tjalk, ein traditionelles Fehnschiff, dient nicht nur als Fotomotiv, sondern veranschaulicht auch die Bedeutung der Schifffahrt für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Vielzahl von Objekten zur Fehnkultur, Schiffbau und Schifffahrt, die das Leben und Arbeiten in den Fehnsiedlungen nachvollziehbar machen.
Besonderes Highlight ist die Möglichkeit, historische Geschichten lebendig werden zu lassen. Durch Kooperationen mit dem Fehntheater können Besucher während ihres Besuchs plattdeutsche Theateraufführungen erleben. In der Teestube oder den Ausstellungsräumen werden Szenen aus der Fehn- und Dorfgeschichte nachgestellt, die die Kultur und den Alltag der Region authentisch vermitteln. Zudem bietet der Heimatforscher Hinrich Heselmeyer Fachvorträge oder plattdeutsche Lesungen an, die die historische Bedeutung der Fehnen vertiefen.
Die Pläne stammen von den Architekten Bernhard Kramer und Gerhard Burlager und zeigen nicht nur die Entwicklung der Fehnsiedlungen, sondern auch die einstigen Besitzer. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn und Studierenden der Universität Oldenburg konzipiert und bietet einen einzigartigen Einblick in die Architektur und Geschichte der Region.
Das Museum lädt Besucher ein, ein Stück lebendige Geschichte zu erleben – sei es durch die Dauerausstellung, interaktive Führungen oder die besonderen Veranstaltungen. Wer selbst zur Erhaltung der Fehnkultur beitragen möchte, kann durch Spenden oder die Übergabe historischer Objekte die Sammlung bereichern. So wird „Twee Gebroeders“ nicht nur zu einem Ort der Erinnerung, sondern auch zu einem lebendigen Archiv für die Zukunft.